Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Ehe noch Beta's zögernde Antwort deutlich erklungen war, ſah man den alten Wachtmeiſter mit Haſt in den Garten treten, ohne daß er wie gewöhnlich den ſtattli⸗ chen Paradeſchritt hielt. Er ſchob die ſchwarze Mütze hin und her auf dem greiſen Haupte, und ſtrich im Kommen oſftmals den weißen Knebelbart mit Heftigkeit rund von der Naſe zum Kinne herab: Zeichen eines auf⸗ ſteigenden Gewitters, welche Beta kennen mußte, denn ſie zog ſich langſam hinter die hochgefüllten Fruchtkörbe zurück, als mache ſie Ordnung darin, und ließ dadurch ihren Freund allein vorn auf dem Platze des muthmaß⸗ lichen Angriffs. Kerzengerade blieb der Wachtmeiſter vor dem freimüthig ihn anblickenden Huſaren ſtehen, und Beider Augen begegneten ſich ſtarr und fragend.

Wiſſet Ihr, was Gaſtrecht iſt? fragte der Alte nach einigen Sekunden dieſer Wechſelblicke. Wiſſet Ihr, daß Ihr in ein rechtlich Haus gekommen ſeid, wo deutſche Zucht gilt, und nicht in eine franzöſiſche Baracke, wo Ihr hauſen durftet nach Gefallen?—

Ich weiß das ohne Ermahnung, antwortete Beatus ehrlich; und weiß es Gott, der Undank iſt mein Fehler nie geweſen, und kein ſchlechter Gedanke hat mich be⸗ wegt, ſeit ich über Eure Schwelle ſchritt.—

Nun was ſoll denn das da mit dem Umhalſen, von dem der Peter mir erzählte? fragte der Alte weiter. Denn, damit Ihr es wißt, der Burſch hat ein Recht zu ſolcher Frage ſo gut wie ich, weil er lange um mein Kind wirbt, brav und fleißig iſt, und mir ſeit acht Tagen durch die Mutter das Jawort abgeſchwatzt hat.—

Beatus erſchrack ſo ſehr, daß ſein gebräuntes Angeſicht bleich ward wie die Rinde der Hangebirke, die ihm zur