Teil eines Werkes 
11 (1843)
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nach einem Halbſtündchen wirklich, als ſei der Glückskind kein Fremder, ſondern ein heimgekehrter Sohn, auf deſ⸗ ſen Willkommen der beſte Trunk des Vaterhauſes geleert würde. Da nun aber Knecht und Magd vom Tiſche auf⸗ geſtanden waren und ſich beſcheiden entſernt haiten, da hielt der alte Wallan nicht länger an ſich und forſchte mit ge⸗ preßter Stimme nach den letzten Schickſalen ſeiner un⸗ glücklichen Söhne. Beatus erzählte, wie er die Drei zu Braine le Comte gefunden, wie er Freund geworden mit ihnen,— ſchneller ſchließen ſich ja die Herzen zu⸗ ſammen, wenn man der Gefahr und dem Tode gegen⸗ über ſteht!— wie darauf ihr Bataillon ſo brav gethan am Schlachttage, wie ſie im Sturmſchritte der Artillerie der Kaiſergarde entgegen marſchirten, wie ſie da in der letzten Stunde des großen Werkes vom Schickſal erreicht wurden, wie er ſie gefunden und wie er ihnen den letz⸗ ten Liebesdienſt brüderlich erwieſen hatte. Am Schluſſe des langen Berichts, dem ſchweigend und vor ſich hin⸗ ſtarrend der Vater, ſchluchzend in ihr Tüchlein die Schwe⸗ ſter, zugehört hatten, zog er den Henkelthaler aus ſei⸗ nem Dollmann, und legte ihn zur Beglaubigung ſeiner Worte vor dem Greiſe hin. Wallan beſah den Henkel⸗ thaler aufmerkſam und mit Wehmuth, und drückte ihn alsdann feſt gegen ſeine Bruſt.

Du lageſt auf dem Herzen meiner ſterbenden Marie, ſagte er in ſich hinein. Jetzt ſchickt dich ihr Lieblings⸗ ſohn mir zurück von der blutenden Bruſt. Seltſames Trauerzeichen, wen wirſt du noch mehr für den Tod be⸗ ſtimmen?— O laſſet mich ihn tragen! Er iſt ja mein Erbtheil! jammerte die kleine Beta. Der Alte ſchüttelte den Kopf, und hing ſich das Kleinod um den Hals mit einem ſprechenden Blicke gegen die Decke des Zimmers.