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Beatus trat jetzt dreiſt in die Nienkoper Grenze und bald darauf in den Wallan'ſchen Thorweg ein, und der Wachtmeiſter erhob ſich langſam, da ſeine Neubegier nun frei fragen durfte, ohne dem Reſpekt, der ihm als altem Soldaten und Hausherrn gebührte, irgend etwas zu ver⸗ geben. Aber mit Unwillen ſah er die Befriedigung ge⸗ ſtört und aufgeſchoben, denn aus der niedern Hausthür ſprang ein flinkes, junges Mädchen zwiſchen Beide, und hing ſich an des Alten Arm.
Seid Ihr aufgeſtanden und wolltet ſchon kommen ⸗ ohne auf mich zu warten, Väterchen? fragte die Kleine betrübt. Habe ich zu lange gemacht, und der Abendwind hat Euch den Hunger geweckt? dem treuen Allart mußte ich ja erſt die Streu legen und ſein krankes Bein ver⸗ binden. Er winſelt jetzt ſchon nicht mehr. Und Alles iſt nun fertig, die Milchſuppe dampft auf dem Tiſche, und ich will Euch hinein führen, ehe ſie kalt wird.— Was ſchnackt die Dirne? fragte der Wachtmeiſter finſter zurück. Glaubt ſie, ich ſei ein Invalide, der nicht allein ſtehen und gehen könnte, weil ſie mich einige Monate wanken geſehen hat,—— als die Nachricht kam, daß ſie allein noch mein Kind ſei? Der alte Wallan ſteht im Donner und hält Schritt bis zur großen, letzten Parade, wo wir alle wieder zuſammen unter einer Fahne aufmar⸗ ſchiren.—
Das Mädchen ſah erſchrocken und verwundert zugleich zu dem Vater auf, und ihr Geſicht röthete ſich ſo hoch wie die Abendwolke, hinter der die Sonne niedertauchte, indeß die hellblauen Augen naß zu werden ſchienen. Sie wußte nicht, welch ein bitteres Gefühl, welche ſchmerzlich⸗ brennende Erinnerung ſich des Alten bemächtigt hatte bei dem Anblicke des rüſtigen, jungen Soldaten, auf den er


