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wie er entlaſſen, mit ihm die fröhliche Rückreiſe gemacht hatten, ſprachen täglich ihre laute Freude, ihre liebe Hoff⸗ nung aus, welch frohen Empfang ſie erwarten durften im Hauſe und in ihren Familien, thaten bei jedem Schritt ihre Sehnſucht kund nach Vater und Mutter und Weibe und Kinde.— Wer erwartete ihn? Wen ſollte er auf⸗ ſuchen?— Niemand reichte ihm Hand und Mund ent⸗ gegen; kein Herz ſchlug für ihn in freudiger Erwartung; keine Thräne der Angſt wandelte ſich durch ſeine Ankunft in eine glänzende, reine Perle der Freude und des Dank⸗ gebetes. Er wußte von keinen Verwandten; der früh entflohene Knabe hatte keine Freundſchaften in der Hei⸗ math geſchloſſen. Entſetzlich dünkte ihn auf einmal dieſe Einſamkeit in der großen Welt; er gedachte des grau⸗ ſamen Vormundes, und hätte viel darum gegeben, ihn noch am Leben zu treffen, da er in ihm doch ein Weſen gefunden, das ihn kannte, wenn ſein Empfang vielleicht auch Vorwurfsworte ſtatt des Jubels gebracht haben würde; immer enger ward darum ſeine Bruſt, immer bänger und wunderlicher ward ihm zu Muthe, als er ſich plötzlich des ſeltſamen Vermächtniſſes erinnerte. Obgleich er ſich vorgenommen, es nicht zu gebrauchen, jene Wun⸗ den nicht hart zu berühren, die kaum verharſcht ſein konnten, ſo zog ihn dennoch jetzt ein unwiderſtehlicher und unerklärlicher Trieb nach jenen nordiſchen Ebenen, und kaum hatte er ſeine militäriſchen Geſchäfte in der Hauptſtadt abge⸗ macht und ſein Geld in ſichere Hände gelegt, ſo wurde dieſer Drang unbezwingbar, und rief ihn zum Aufbruche nach je⸗ nen unbekannten Menſchen, in deren Schickſale ihn der ſelt⸗ ſamſte Zufall verflochten hatte, und denen, wenn ſein Herz ihn nicht betrog, auch er durch die Zeugniſſe, welche in ſeiner Hand ruheten, ein wichtiger und werther Gaſt werden mußte.


