den Bauern, welche Habſucht und Gier zum Plündern
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der ſeligen Mutter, zu der wir jetzt Alle gehen; bring' ihn dem Vater als Zeugniß, und grüße ihn und Beta, und ſprich: der Konrad ſei ſchwer, aber brav geſtorben! — Die letzten Worte ſchallten nur halblaut durch eine Zuckung der Lippe; er griff nochmals nach der Feldflaſche, aber die Linke ballte ſich im letzten Krampfe der jungen Natur, und entſeelt ſank er zur Seite auf die Bruder⸗ bruſt.—
Mit gefaltenen Händen ſah der Huſar eine Weile nieder auf die beiden verſchwiſterten Todten, und fragte finſter vor ſich hinredend: Warum eben dieſe? Warum ſie Alle, und nicht mich für einen von ihnen?— Dann nahm er den Henkelthaler unter dem Bruſtwamſe des armen Konrads hervor und hing ihn ſich um den Hals, als wiederum ein fremdartiger Ausruf ſeine Augen zur Seite zog. Braver Huſar! rief ein franzöſiſcher Gre⸗ nadier, dem eine ſchwere Stückkugel das Bein weggeriſ⸗ ſen, hat getrunken Euer Hannoveraner, laßt auch trin⸗ ken mich!— Beatus nahm die Korbflaſche aus des er⸗ kalteten Bruders Hand und reichte ſie dem rieſenlangen Feinde, der eben ſo haſtig ihre Mündung in ſeinen ſchwar⸗ zen Bart drückte. Dank, Huſar! rief er dann und mit letzter Lebensglut warf er das geleerte Gefäß hoch über ſeine Bärenmütze hin, jauchzte mit funkelnden Augen: Vive Empereur! Vive Napoléon! und ſank zu den Uebrigen in die ewige Ohnmacht des Todes. Zwiefach erſchüttert durch die ſchroff ſich entgegentretenden Aeuße⸗ rungen der Frömmigkeit und des Uebermuths der zwei in einer Minute verſcheidenden Krieger, beſtieg Beatus ſeinen Braunen, der, an den guten Herrn gewöhnt, nicht vom Flecke gewichen, und ritt langſam zurück, um unter


