Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Sonne nicht wieder ſcheinen zu laſſen auf dieſes verwit⸗ terte Haupt, ſagte er heftig; Euer Mund ließ mir Got⸗ tesruf erklingen, und ich folge.— Aber wer iſt dort? ſetzte er ſcheu hinzu, auf den Maler blickend. Heraus Euer Schwert, Herzog, und tödtet den Verräther, der uns behorchte!—

Er iſt vom Hauſe, entgegnete der Herzog, indeß Ewald erſchreckt ſich aus der Thür geſchoben. Langſam kehrte der Freiherr zum Tiſche zurück, immer die Augen noch auf die wieder geſchloſſene Pforte gerichtet. Vom Hauſe? murmelte er tieffinnig. War mir's doch auch wie ein altes, bekanntes Hausgeſicht.— Aber Ihr ſeid zu leicht⸗ fertig im Vertrauen, Herzog, ſetzte er hinzu, meidet dieſen Euren einzigen Fehler, vornehmlich jetzo, da die Fremden Euch umdrängen werden. Sehet dieſen Bauer da, den kleinen Stein, er wird ſtark, wenn ihn der Rit⸗ ter oder Elephant veſchirmt, er bietet dem Könige Schach und macht ſich zum Feldherrn und ruft der Majeſtät ein tödtend: Matt!— Seine Finger hatten zugleich mit den Steinen des Bretts geſpielt, wie von einer Schlange ge⸗ ſtochen fuhr er jetzt plötzlich zurück. Um Gott! Herzog, da liegt die blanke Stecknadel! Iſt wieder Blut an mei⸗ ner Hand? Nehmt ſie fort, Herzog, um aller Heiligen willen, ehe ſie wie ein lebendiger Pfeil gegen mein Herz fliegt.—

Es iſt eine Federſpitze, die meinem Helmbuſch ent⸗ fallen! Sehet ſelbſt, mein alter Träumer! antwortete der Herzog lächelnd. Aber der Freiherr war wieder zu⸗ rückgeſunken in ſeinen Polſterſtuhl und hielt das Geſicht mit veiden Händen verdeckt, wobei es dem Herzog zwei⸗ felhaft blieb, ob aus Scham oder in einem neuen An⸗ falle ſeiner Gemüthskrankheit. Und Ihr kommt alſo,