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zur Vertheidigung deutſcher Freiheit, für welche wir das falſche Mittel gewählt bislang. O wäre der große Schwedenkönig, der uns brüderliche Liebe bewies, nicht zu früh gefallen, wir hätten mit ihm das ganze Werk vollendet und ein grünes Reiß aus ſeiner Krone für uns gewonnen!— Mit ihm ſtarb der Schutzgeiſt der guten Sache, Orenſtierns Bedachtſamkeit, Banners Uebermuth hemmte unſer Schwert und entfremdete uns den Bündnern. Seit uns der hochſelige Herzog Auguſt — auch dieſer tapfere Freiheitsheld ſtarb zu zeitig!— das Fürſtenthum Calenberg anvertrauet, mehrten ſich die Sorgen unſeres Herzens. Unſer Land iſt erſchöpſft, unſere Landſtände liegen im ernſteſten Hader mit unſern Räthen; Kanzler Stuck und unſer braver Winterſtedt wiſſen den Schatz nicht mehr zu füllen, da der Jammer in unſern beſten Städten jeden Gewaltſchritt, der das Herzblut der Bürger fordern müßte, verbeut. Mit Wi⸗ derwillen traten wir noch einmal, die Milde verſuchend, dem Proger Frieden bei, ſtellten zu fünf Malen dem Kaiſer unſer Contingent, gewannen aber nichts für uns und unſer Volk dadurch. Zum zweiten Male bereitet uns kaiſerlicher Undank eine Diſtelernte; gegen den Ver⸗ trag halten kaiſerliche Völker die Feſtungen beſetzt in den geräumten Erblanden, der rebelliſche Adel unſeres Fürſtenthums findet Freundesohren zu Wien, unſer beſter General, der Klitzing, verkaufte ſeine Treue für Geld, man will uns das Stift und die Biſchofsſtadt, die wohl⸗ erworbene Kriegsbeute, den Erſatz für ſchwere Opfer, nehmen und uns verächtlich hinwerfen wie den gebrauch⸗ ten Zitronapfel. Dido, fühlſt Du es, alter Staats⸗ künſtler? Wir ſtehen auf dem gefährlichſten Punkte un⸗ ſeres bewegten Lebens. Hier nahet ſich ein ſchwediſches


