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ſein Name unerwartet genannt wird. Wir haben gar oft guten Rath vom Herrn Dido empfangen, denn er hielt als ein ächter Patriot es mehr mit ſeinem Hildes⸗ heimiſchen Vaterlande als mit dem ſtarrſinnigen fremden Kurfürſten von Köln, den ihm Kaiſers Wahlſpruch zum Biſchof geſetzt, und der nicht das Wohl der Landes⸗ kinder, ſondern nur den Säckel und die Schüſſeln ſeiner Kleriſei im Auge hatte. Schenk und Bodenteich, bleibet hier indeß! Ich ſehe, der alte Schloßvogt ſchleppt ſich ſchon, beladen mit Kanne und Becher, zu uns herein. Genießet, was man euch gaßtlich auftiſcht, ich hole meinen Theil ſchon nach, wenn ich zurückgekommen. Voran, mein Freund! Führet mich zum Herrn.—
Ewald kannte von ſeinem erſten Aufenthalte her den Gang, welcher zu dem damals unbewohnten Flügel lei⸗ tete, und da der alte Nepomuk auf ſeine leiſe Frage nach dem Freiherrn bejahete, wie er ſchon benachrichtiget und bereit ſei, ſo trieb ihn die Neugierde, ſich zum Pagen gebrauchen zu laſſen, ſah er doch wenigſtens auf Augen⸗ blicke den unheimlichen Menſchen, der mit Klotildens Schickſalen ſo genau verknüpft zu⸗ſein ſchien und der ſeiner Phantaſie als ihr böſer Dämon vorkam.
Und er ſchrack wirklich zuſammen, als Herzog Georg die ihm bezeichnete Thür ohne weitere Anmeldung auf⸗ ſtieß, und er, beſchattet von dem ſtarken Körper des fürſtlichen Kriegsoberſten, eintrat und innen an der wie⸗ derum zugezogenen Thür ſtehen blieb. Das Gemach hatte noch mehr des Graulichen und Unheimlichen, als er ſich's gedacht, war aber ganz ſo wie Nepomuks Er⸗ zählung es gemalt. Dichte Vorhänge verhüllten die Fenſter gegen Luft und Licht; von der gewölbten Spitz⸗ bogendecke, die eine Rauchfarbe trug, hing an gelben


