Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Luſt den Mäcen der Kunſt zu ſpielen; legt uns Euer Beſtes vor, bis der alte Freiherr ſich in ſein Feſtgewand geworfen, was der ceremoniöſe Hofherr unnöthig nöthig halten wird.—

Verzeiht, durchlauchtigſte Gnaden! antwortete reſpekt⸗ voll der Maler. Meine Eitelkeit muß der Pflicht wei⸗ chen und ich muß Eure unerwartete Huld verſchmähen, bis ich einen nothwendigen Auftrag ausgerichtet.—

Der Herzog ſtutzte und ſein Geſicht überflog der fin⸗ ſtere Ernſt, vor dem ſelbſt ſeine übermüthigſten Feinde oft gebebt. Ewald erzählte dennoch furchtles, was er ſelbſt vom Zuſtande des Schloßbeſitzers erfahren, und ſetzte ſcheu hinzu, daß es ihm wöglich dünke, der Frei⸗ herr würde unſichtbar bleiben ſelbſt ſo vornehmem Gaſte und ſich mit Krankheit entſchuldigen.—

Herzog Georg dörte aufmerkſam zu, und ſeine Theil⸗ nahme wuchs während des Berichts, und Mitleid ſtrahlte aus ſeinen dunkeln, noch immer feurigen Augen. Ar⸗ mer Dido! rief er mit unverhehlter Wehmuth aus. Und welches mächtige, räthſelvolle Unglück kann den aufge⸗ klärteſten, lichtreichſten Geiſt an Kurfürſt Ferdinands Hofe in ſolche Finſterniß geſtürzt haben? Oder hat er einen ſelbſterzeugten Wurm in ſein Gewiſſen geſetzt, und iſt dieſe Kuckuksbrut vielleicht durch eine Pfaffenhand ſo wacker geäzt worden, daß der kräftigſte Verſtand ſie nicht mehr aus dem Neſte zu werſen vermag?— Mein junger Freund, ſagte er dann aufſtehend, wir wollen uns ſelber überzeugen, wie weit der wackere Herr von Ahſtedt heruntergekommen. Führt uns ohne Säumniß in ſeine Zelle, vielleicht wird der Anblick eines alten Be⸗ kannten ein Heilmittel für ihn, das ſeine abweſende Geiſtes⸗

kraft zurückruft, ſo wie ein Mondſüchtiger erwacht, wenn

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