Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Von der geliebten Frau zurückkommend, traf der junge Maler den Herzog bereits oben auf der Steige, öffnete ihm und ſeinen beiden Offizieren ſein Zimmer, und be⸗ fahl dem Vogt, den Willkommen heraufzuſchaffen. Der Herzog, obgleich den Sechzigen nahe, imponirte durch ſeine kräftige Geſtalt und ſeine lebhafte Derbheit, die den rüſtigen Kriegshelden in ihm bei dem erſten Blick erkennen ließ.—

Wo iſt unſer alter Freund, der Freiherr? fragte er mit Haſt. Warum empfängt er uns nicht? Wir haben nicht Zeit zur langen Raſt, ſo wichtig auch die Urſache unſeres Einſpruchs iſt. Und wer ſeid Ihr, junger Menſch 2 Söbne hat unſer armer Freund ja nicht. Ein Maler vielleicht, ein ſeltener Vogel in dieſem Lande und in dieſer ſchweren Zeit? Eure Umgebung erinnert uns wenigſtens an die Malerhütten in Toskana und zu Rom.—

Gnaden rathen ſcharf, entgegnete lächelnd Ewald, indem er gewandt dem Fürſten einen Lehnſeſſel zurecht ſchob und ſeiner Hand den leichten Jagdhelm und die Stulphandſchuhe abnahm. Die Kunſt iſt bei mir auf Reiſen und ſprach in dieſem öden Falkenhorſte vor als ein längſt bekannter Hausfreund, Kräfte zu ſammeln, um mit nächſtem Frühjahr der Brockenhochzeit beizuwohnen, und in einem Conterfei davon dem Höllenbreugel ſeinen Rang abzugewinnen.—

Ihr gefallt mir, ſagte der Herzog Georg, ſich ſetzend und ihn mit Wohlgefallen betrachtend. Ihr habt nichts von der ſteifen, pedantiſchen Manier, die gewöhnlich Euresgleichen anklebt, und die ihr Dünkel für künſt⸗ leriſche Erhebung über uns ungelehrte Alltagsmenſchen ausgibt. Laßt ſeben von Eurer Arbeit! Wir lieben das, wenn auch der erſchöpfte Schatz uns nicht erlaubt, nach