Teil eines Werkes 
11 (1843)
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die Gräber ihre Geſpenſter herauslaſſen, mit dem Leben Spott zu treiben. Ich will Dich erretten aus den Ban⸗ den dieſes ſataniſchen, der Hölle verfallenen Zauberers, der Deine Geſundheit, das Leben Deines Leibes wie Deiner Seele bedroht, denn wer das Licht und die Sonne ſcheuet, in deſſen Bruſt wohnen Sündennacht und Ge⸗ wiſſenshölle. Klotildis, folge mir, fliehe noch heute mit mir dieſes Wolfsneſt, worin ich ſeit voriger Nacht mit Grauen lebe. Fliehe mit mir in die ſchönen Thäler mei⸗ ner Heimath, lebe dort als mein Weib, meine heilige Gefährtin, als mein Wächter, mein Lebensengel. Richt der Kunſt, die gar oſt nach Brod geht, vertraue ich das Glück meiner Geliebten; nie würde ich ihr Heil auf ſolch Wagſtück geſetzt haben; nein, ich bin reich wie Dein Freiherr; der engliſche Kröſus, dem ich die Leiche des Kindes rettete, daß er ſie begraben konnte, beſchenkte mich mit dem ganzen Brautſchatze der Tochter. Dieſe Juwe⸗ len hier ſind die Morgengabe meiner Gattin, und dieſe Pergamente, von dem reichſten Augsburger gezeichnet, geben Dir die Verſicherung, daß wir ohne Sorgen mit einander pil⸗ gern können die längſte Erdenfahrt hinunter, bis Gott ruft.—

Eine hohe Freudigkeit ſchimmerte auf dem Antlitze der Edelfrau, welche der junge Mann ſchon für ſich zu deuten wagte. Sie faßte ſeine Hand und drückte ſie in⸗ nig zwiſchen ihren weichen Händen. Ewald, ſprach ſie im Bebeton der tieſſten Rührung, Gott iſt ein gütiger, milder Vater, er hört auf das Gebet ſeiner ſündigen Kinder, wenn ſie fromm beten. Dich glücklich, Dich unabhängig zu wiſſen, war mein höchſter Wunſch; Du biſt es, und Klotilde hat keine Sorge mehr. Aber dieſe Gunſt des Himmels ſollte Dich abhalten von jedem Be⸗ gehren, das gegen die Geſetze des großen, himmliſchen