Teil eines Werkes 
11 (1843)
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nach ſeinem Willen geändert, und Band und Knopf be⸗ feſtigen an ihr, was andere Frauen mit blanken Nadeln zuſammenhalten.—

Und ſie trägt das Alles, und du haſt ſie nie murren und klagen gehört? Haſt nie eine Urſache von dem Allen erlauſcht, nie etwas über Klotildens Abweſenheit und ihre frühern Schickſale erhorcht? ſo drängte Ewald den Alten und ſetzte hinzu: Freund, ich bin reicher als mein Wamms vermuthen läßt; beichte mir Alles, und ich mache dich unabhängig und frei von dieſem tollen Herrn und dieſer Eremitenklauſe.—

Der Graukopf ſah ihn befremdet an. Was fehlt mir hier? fragte er zurück. Und wohin ſollte ich meine mor⸗ ſchen Knochen zu tragen wünſchen? Was die edle Frau ohne Murren duldet und erfüllt, muß mir leicht wer⸗ den, und wie würde ich der Frommen, Liebreichen von der Seite weichen? Wüßte ich übrigens mehr, als ich Euch erzählt von ihr, würde ich's nicht verſchweigen, denn ſie ſelbſt hat's nicht verboten, und ich meine, ihr Herz dürfte ſich vor der ganzen Welt offen ſehen laſſen. Hat ſie mir etwas verheimlicht, wird ſie es Euch wohl vertrauen, wenn Ihr fragt, denn ich bin überzeugt, ſie iſt keinem Menſchen ihr Lebelang ſo zugethan geweſen als Euch.— Ader wir haben zu lang geplaudert. Geht hinauf zum Frühſtück; auf mich warten hungrige Gäſte im Schloſſe, die nicht bei Tage ſchlafen, die Roſſe, Euer Maulthier, mein Spitz und andere Zwei⸗ und Vierfüßler. Ihr müßt Euch ſchon die Zeit allein hintreiben, denn vor dem Mittage dürfen wir das Fräulein nicht aus der wohlverdienten Ruhe aufſtören.—

Er ging, und Ewald hatte ſo vielen Stoff zum Nach⸗ denken und heimlichen Phantaſiren bekommen, daß er