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wollte er ſich zurückziehen in die Berge, ſich abſondern von der Welt, und befahl uns, die Einrichtung für ihn ſchleunigſt zu bewerkſtelligen. Und wahrlich, als er nach einigen Tagen eintraf, ſah es ihm Jedermann an, daß es ihm nöthig geweſen, von der Welt zu ſcheiden und ſich zu bergen. Gott erbarm's! Ich, der ihm von Ju⸗ gend an gedient, erkannte ihn kaum.— Bleich und hager ſtieg der langgewachſene Herr aus dem Wagen, die Augen ließen noch einmal ſo groß wie ſonſt, weil ſie tief aus den Höhlen und ohne Glanz blickten. Er wies meine Hülfe herriſch zurück, und als das Fräulein oder die Frau ſich ihm mit düſterer Miene, aber reſpekt⸗ voll näherte, fuhr er zurück und rief in ſichtlicher Angſt: Fort ihr Weibsleute! Bleibt drei Schritte von mir, denn ihr traget Stecknadeln im Zeuge.—
Stecknadeln? fragte Ewald ſpöttiſch. Ein ritterlicher Degen fürchtet die Weiberwaffe? War er denn wirklich toll geworden?—
Das nicht, entgegnete Nepomuk; aber ein Traum ſoll ihn gewarnt haben, eine Stecknadel würde ihn ver⸗ derben, ſo ſprach die Dienerſchaft. Uebrigens benahm er ſich gut, ſanft und liebreicher, als ich ihn je gekannt, nur in die Lebensweiſe, zu welcher er uns Alle zwang mit unbeſiegbarem Eigenſinne, konnten wir uns lang nicht zurecht finden. Er hat die Lebensmanier auf den Kopf geſtellt, denn er ſteht auf vom Bett, ſobald die Nacht kommt, und legt ſich ſchlafen, wenn das erſte Tageslicht ſchimmert. Seine Kleidung gleicht der eines Zunftmei⸗ ſters; ſeine Mahlzeit, die er um Mitternacht hält, iſt ſo einfach, daß vordem ſeine Dienerſchaft beſſer bewirthet wurde. Nie verläßt er ſein Zimmer und bedient ſich faſt ſelbſt, denn wird der Tiſch gedeckt, unterſucht er


