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Ringmauer, legte ſich lang nieder, hielt jedoch den Kopf mit geſpitzten Ohren empor und ſchaute mit den klugen Augen ſtarr in die Umgegend hinaus, als ſei er ſich be⸗ wußt, der einzige Wächter des Schloſſes zu ſein. Ewald ſah nach den Fenſtern des Flügels hinauf, welche in die⸗ ſer Nacht ſo geiſterhaft erleuchtet geweſen; ſein Auge fand ſie mit langen, rothen Vorhängen dicht verhangen. Er trat in den Burggarten, wo hinaus die Fenſter der Dame gingen, auch dieſe waren verſchloſſen und von den Gardinen vermacht. Unter einem uralten Lindenbaume, den ein runder Steintiſch umgab, über welchen die Borke des Baumes gequollen und wie mit ihm verwachſen war, ſetzte er ſich kopfſchüttelnd und wühlte mit der Fuß ſpitze in dem welken abgefallenen Laube, von dem Bilde des herbſtlichen Lebens noch trüber herabgeſtimmt.
Nicht lange hatte er geſeſſen, ſo regte ſichs vom Hofe her und Nepomuks Geſtalt erſchien im Gatterthor, trat in die Kohlfelder, und als der Alte ihn erblickt, näherte er ſich voll Erſtaunen, ſo eilig die ſteifen Glieder erlaub⸗ ten, dem Lindenplatze.
Schon aus dem Bett, junger Herr? fragte der greiſe Diener. Freilich ſteht die Sonne ſchon über dem Berge dort und Ihr nicht unter der Hausordnung. Wollte Euch eben den Frühimbiß hinauftragen und einige glatte Koblblät⸗ ter brechen, den friſchen Käs für Euch darauſ zu legen.—
Laß das, mein braver Freund, antwortete Ewald mit Haſt, mich hungert nicht, und das friſche Wſſer, was ich in meinem Kruge fand, hat mich für's erſte genug⸗ ſam erquickt. Aber meine Seele hungert heftiger als Ugolino in ſeinem Folterthurme, und du ſollſt mein Elias⸗ rabe ſein, denn ich laſſe Dich nicht, ehe Du mir geſtan⸗ den, welche ſeltſame Veränderung in dieſem Hauſe vor⸗


