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ſeinen Mantelſack vollends aus, blätterte eine Mappe auf und ließ die beſiegelten Papiere träumeriſch durch die Finger gleiten, öffnete dann ein ſchwarzſammtenes Käſt⸗ chen und blickte mit Hohn auf die köſtlichen Geſteine, die in allerlei Formen zum Frauenſchmucke gefaßt, im frü⸗ hen Sonnenſtrahl funkelten und in tauſend Regenbogen⸗ farben ſpielten.
Eitler Glanz und Reichthum, Angebinde der todten Braut, ſagte er mit Hohn, was wirſt du mir nützen 2 — dein Auge, du junge Amazone, ſprach von Lebensluſt und Sehnſucht, da löſchte die Tiberwelle deine Glut. Dieſes Auge trägt denſelben Himmel unter den langen Wimpern, aber das Herz haucht ſeinen Froſt hinauf, und es bedarf keines Waſſergottes, um zu löſchen. Aber noch eine Bitte ſoll die Grauſame hören; gibt ſie dann noch Eis für Aetnasglut, ſo ſollen die Karthäuſer mich neiden um die ewig erlahmte Zunge!—
Er nahm ſein grünes Mäntelchen und das Baret und trat aus ſeinem Gemach. Unheimlich, ja grauenhaft ſchlug ihm die Todesſtille im Schloſſe entgegen, wie die Schwüle, welche dem Gewitter vorangeht. Er ging an Klotildens Kloſet, er klopfte, er faßte an das Thürſchloß. Die Schloßfrau hatte ſich eingeſchloſſen, und auf ſeinen halblauten Ruf erfolgte keine Antwort. Er ſtieg in die unteren Räume der Burg, nirgend regte ſich ein menſch⸗ liches Leben, nur im Hofe ſprang ihm wedelnd der große, weiße Spitzhund des alten Nepomuk entgegen, der auch ſein Freund geworden und mit dem Herrn manche Stunde an ſeinem Krankenlager gewacht hatte. Aber nur kurz war die Begrüßung des treuen Thieres; denn kaum hatte Ewald ihm den langbehaarten Hals geklopft, ſo ſetzte
r Hund über einen Trümmerhaufen hinan auf die breite
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