Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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droben in den Eisbergen, unter den Lähnen. Wenn die einmal aufthauen durch einen ewigen Sommer, wird auch mir wieder wohl werden um das Herz.

Du biſt dem Knaben wie eine treue Mutter geweſen, fuhr der Landpfleger fort; und Alles ehret Dich deßhalb. Aber der Franzel iſt ein geſundes Bürſchlein geworden, und ich bin geſonnen, ihn mit mir zu nehmen nach dem Petersberg, damit er dort unter Männern lerne, was ein Mann gebraucht. Zum Gehöft findet ſich gewiß lein braver Pachtmann, bis der Bub ſelbſt das Wirthſchaften verſteht. Schau mich nur nicht ſo erſchrocken an, Diendl; Du ſollſt nicht allein bleiben im leeren Neſt, ſondern auch Deinen guten Platz bekommen nach Gebühr, und wozu Dich Natur und Gott ruft, denen kein Frommer widerſtreben darf. Mein Joſeph iſt heimgekommen aus dem Blutfelde und hat einen Freund mitgebracht, der ſich anſiedeln will unter uns. Gleich dem Joſeph hat auch dieſer unter den Vaterlandsvertheidigern geſtanden, hat viel Glück gehabt, ſich viel Beutegeld gemacht, und iſt ſeiner Bravheit wegen reich beſchenkt worden von den hohen Offizieren, ja von den Erzherzögen ſelbſt. Ich habe den Auftrag, ihm ein freies Gut zu kaufen im Thale und eine Braut zu ſuchen, denn durch Beide will er ſich feſt einbürgern bei uns. Da meinte ich, Du müßteſtk die Braut ſein, und da das Gehöft des Hanſel Bub noch nicht zu Kauf kam, in das Du doch ſchon früher einmal als Herrin einziehen geſollt, ſo habe ich dieſe ſchöne Wirthſchaft für den Freund des Sohnes und Dich kzu erſtehen beſchloſſen.

Erſchreckt wich die Jungfrau zurück. Um der Muiter Gottes willen, rief ſie bebend, nicht in das Haus! Der blutige Geiſt des unglückſeligen Adas würde mich lgar