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Robler aber ſchleppten ſchnell den Getroffenen hinaus in's helle Mondlicht, legten ihn auf den rothen Stein, und flohen, da ſie ihn leblos ſahen, von Gewiſſensangſt ergriffen, nach allen Seiten davon, zerſprengt und ein⸗ zeln in ihren Wohnungen ankommend, wo ihre todtblei⸗ chen Wangen den Verwandten die Blutthat verriethen und noch vor Tage von Haus zu Hauſe die gräßliche Mähr ſich verbreitete.
Ein ſchroffes Gegenbild zu dem Schreckensgemälde, von dem wir eben erzählt, gab die Betrachtung der drei Wanderer, die mit jedem Schritte ſich weiter von jener grauenvollen Scene entfernten. Immer höher ſtiegen ſie, immer näher dem blauen Dome zu, der wie eine ungeheure durchſchimmernde Glocke ſich auf ſie herabzu⸗ ſenken ſchien. Aber je höher ſie ſtiegen, je mehr bedurf⸗ ten ſie die volle Lebenskraft und immer ſchweigſamer wurde deßhalb ihr Marſch. Michael ging auf dem wohl⸗ vekannten Pfade voran wie ein Träumender, und wenn an Orten, wo man keinen Fußtritt und keine Wegſpur ſah, der Fremde ihn beſorgt anrief, ſo nickte er nur leicht mit dem Kopfe, ohne Rede zu ſtehen. Seine Seele war zurückgeblieben. Er ſah ſie, nur ſie in allen Lagen, in die das unerwartete Ereigniß ſie werfen konnte, und ſein Daſein kam ihm vor, wie ein langes Sterben, zu dem er verdammt worden. Der Kaiſer will's! die Worte hörte man ihn nur zuweilen flüſtern, und dann und wann wiſchte er das Auge, als wenn der Wind, der von den Eisbergen herſtrich, ein Schneeſplitterchen hinein⸗ geſchleudert.
Der Marſch wurde mühſamer und gefährlicher mit


