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keuchte mit letzter Anſtrengung den Pfad hinauf. Hans Bub war es, der unglückliche Vater. Das Gerücht hatte den Weg zu ſeinem Hauſe gefunden, wo der Schlaf nicht eingekehrt, und wo ſtatt ſeiner geſpenſtige Töne und Schatten das Verderben des Erben angeſagt. Mit dem Troſt des hoffenden Unglaubens erklomm der ge⸗ brechliche Mann die Höhe, aber der erſte Blick auf das Blutbild traf ihn gleich einem zerſchmetternden Wet⸗ terſtrahle. Ein heftiges Beben erſchütterte ſeinen ganzen Körper, mit dem Aufflackern der letzten Kraft eilte er vollends heran. Mein Kind! Mein letztes! ſtieß er her⸗ vor mit einem Tone, der jedes Herz durchſtach; doch die Zunge ward ſchon ſtarr im letzten Wort, die Arme grif⸗ fen noch einmal aus nach dem geliebten Schatze, aber erreichten ihn nicht mehr, und vorn über ſtürzte der Alte auf das Geſicht, zu den Füßen des Leichnams, ſelber ein ſolcher.
Erſtarrt, verſtummt ſtanden die Zuſchauer, nur des Bubs rauher Hofhund heulte in die Luft hinauf, wo ein gewaltiger Geier, den der Blutgeruch gelockt, in ſeiner Gier immer niedriger ſeine Kreiſe zog, und der Todt⸗ ſchläger allein beugte ſich zu dem Gefallenen und flüſterte: Vater Hanſel, ich warf das Eiſen in der Noth, aber der Teufel lenkte das Beil auf Deines Kindes Stirn.—
Menſchenhaufen drängen herauf vom Dorf, ſagte jetzt ſchnell und halblaut der Häßliche, ſeine Gefährten anſto⸗ ßend. Voran, Michael, daß wir nicht ſelber das Un⸗ glück auf unſer Haupt locken, wie es dieſer gethan.—
Der Fremde ſchritt raſch zur Felsſteige, doch der Schütz ſtand zögernd, und auf ſeinen Wangen wechſelten die Farben, Roth und Weiß, Glut und Kälte.
Nazel, wie kann ich mit? ſagte er abgeſtoßen. Der
Blumenhagen, R. 31


