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Der Kaiſer hat Recht, ſprach der bleiche Fremde er⸗ griffen und bewegt; in den Bergen, ſprach er, iſt das Herz meines Volkes, drin waltet das reinſte Blut und ſchlägt die ewige Treue.—
Warum kommt er nicht zu uns herein, der gute Herr? Hier ſollte ihm Niemand was anhaben, perſetzte der Schütz, indem er mit Haſt ſeinen breiten Gurt um⸗ ſchnallte, und aus Horn und Taſche, die daran hingen, ſeine Büchſe lud.
Bringe mich hinaus aus dieſer Mausfalle, wackerer Menſch, und Du ſollſt einen Lohn bekommen, den Du nicht erwartet. An meinem Leben liegt mir nicht viel, aber Wichtiges bewahren meine Taſchen, Wichtigeres für die Erzherzöge trage ich im Gedächtniß.— Warm ſprach das der Fremde.
Für den Kaiſer und Lohn? fragte vorwurfsvoll der junge Tiroler. Vertrauet mir nur, denn auch im dümm⸗ ſten Kopf iſt etwas von Weisheit. Aber laſſet uns fort⸗ machen, ehe es hell wird. Wir müſſen an der Höhe hin bis gen Burgſtein, von da erſt bei dem rothen Steine ſchlägt ſich der ſichere Pfad hinauf in das Hoch⸗ gebirg.—
Einen Augenblick ſtand er noch und ſenkte einen ſchar⸗ fen, ſchmerzglühenden Blick hinab in die dunkele Thal⸗ tiefe, dann warf er die Büchſe über die Schulter und ſchritt rüſtig voran, gefolgt von den beiden Gefährten.
Der Weg, ſchmal und mit Steingeröll bedeckt, führte ſchlängelnd an der Bergwand hin, welche das Thal auf der einen Seite bezwängte; bald lief er eine Weile hinab, bald ſtieg er wieder hinauf, nicht von Menſchenhand gebrochen, ſondern von den Revolutionen der gewaltigen Natur launenhaft beſtimmt; hier mußten die Wandernden


