Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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ausgetreten, und ſpüren heute die Steine des alten Schloſſes drüben hinauf. Jede Säumniß bringt Gefahr und wir dürfen nicht im Thale hinauf, ſondern müſſen einen Weg auskunden über's Gebirg, wo ich nicht ge⸗ nugſam Beſcheid weiß und darum einen braven kundigen Führer geſucht, und der biſt Du.

Einém frommen Herrn und Kaiſersfreund aus Ketzer⸗ klauen helfen, iſt Chriſtenpflicht, ſagte Michael feſt; wo iſt der Mann?

Der Häßliche that einen grellen Pfiff auf dem Dau⸗ men, und bald darnach rauſchte es im Föhrenholz, und derſelbe Fremde, der mit dem Tiroler im Lengenfelder Schenkhauſe geweſen, trat aus dem Gedick in das Freie.

Unſer Mann iſt gefunden, Gnaden, rief ihm Ignaz entgegen, indem er reſpektvoll den Hut zog; ich ſtehe für den Buben als wäre er mein leiblicher Sohn. Wenn ſie tauſend Nacken ſchlagen, nur nicht den meinen! ſprachen die Meiſter; dieſer nicht, dieſer iſt wie ein Lampendocht, er leuchtet Andern, wenn er ſelber ver⸗ brennt.

Willſt Du mich führen? fragte der Frémde, mit

ſcharfem Auge Michael betrachtend, der gleichfalls ihn anſtaunte. Wirſt Du mich nicht verlaſſen, und darf man Dir vertrauen?

Wenn's der Michael geſagt, ſo hält er's, und wären ihrer Hunderte dagegen, verſetzte der Schütz mit düſterm Geſicht; iſt mir doch ſo nicht viel mehr mit der Welt gedient. Aber Ihr ſehet nicht beſonders friſch aus um Wang und Mund, und die Berge fordern ſtarke Knochen. Nun, was thut's auch, des Michael Schultern haben ſchon manchen Bock in ſchlimmen von Klipp u Klipp getragen.