Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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nennen? Iſt eure Ehre nicht hin mit der meinen, hin durch einen Landſtreicher? Macht wieder gut, ihr ſchlaffen Burſchen, was ihr geſündigt an mir; ſeid meine Dachs⸗ hunde und ſpüret mir nach dem Fuchſe, ſo lange ihr Athem habt. Aber ich ſelbſt will ihn würgen, ich allein muß abwaſchen den ſcheußlichen Flecken. Sein Verſteck iſt nicht weit; bei dem Häusling von Burgſtein nimmt er ſein Quartier, ich weiß es. Hinauf, wilde Jagd!

Sei es im Bett, ſei es im Gebet oder im Schlaf oder

beim Krug, erſticken muß er, keine Stunde darf das Un⸗ thier leben, ſonſt zeigen morgen die Lengenfelder Kna⸗ ben auf den Adas, und ſtreuen Taubenfedern und Stroh⸗ geheckſel auf meinen Kirchweg.

Voran raſete er hin auf den angedeuteten Weg, und ſeine Schaar folgte ihm theils aus Beſchämung, theils erhitzt durch ſein Wort, das ſie getroffen, wo ſie am wundbarſten geweſen.

Unten in den bewohnten Tiefen des Oetzthales lag

noch die Nacht; oben auf den Felswänden und rauhen Steinfeldern graute ſchon der Morgen, und ließ die näch⸗ ſten Gegenſtände erkennen.

Der häßliche Nazel trat aus dem ſchwarzen Dickicht

des Föhrenwaldes, und betrachtete ſtutzig einen Menſchen,

deſſen er ſogleich anſichtig geworden, und der eine ſelt⸗ ſame Beſchäftigung zu treiben ſchien. Er hieb nämlich mit ſcharfem Meſſer von einem einzelnen alten Nadelbaume die unteren Zweige ab, und ließ nur hie und da Stumpfe ſtehen, die eine Steige bildeten. Hut, Büchſe und bunt⸗ gewirkter Gurt lagen neben ihm am Boden; ebenfalls hatte er trotz des kalten Luftſtrichs, der den Sonnenaufgang