Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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gen, die gekrallten Finger vrückten ſich in Schulter und Hals, dicht vor einander glüheten die Geſichter, ſprühten die Augen, ſchnoben die Athemzüge, dabei wiegten ſich die Oberleiber hin und zurück, aber die Füße ſchienen eingewurzelt in den Boden eine lange Weile hindurch, und die gewaltſame übermenſchliche Anſtrengung der Kämpfer wurde kaum ſichtbar. Da tönte ein Krach, als wenn ein Urſtein geborſten, und Adas, der erſte Robler des Thals, lag geworfen am Boden, finnlos durch den Fall auf das Hinterhaupt, und ſeine bislang unbeſiegten Arme ſtreckten ſich erſchlafft und wie vom Wetterſtrahl gelähmt über die Kieſel des Weges aus.

Sagt's ihm, der Ignaz von Huben habe ſein Ver⸗ ſprechen gehalten, und wett gemacht die Forderung vom Auerhahn her! keuchte der Sieger aus enger Bruſt, dann riß er die Hahnenfedern vom hingefallenen Hute des Roblers, warf ein paar der Burſchen, die verdutzt und ſtumm wie Steinbilder dem grimmen Kampfe zugeſehen, durch einige tüchtige Püffe zur Seite, und mit Blitzes⸗ ſchnelle, ebenſo wie er erſchienen, ſah man ihn zwiſchen den Zäunen verſchwinden.

Eine Todesſtille von einigen Minuten herrſchte; ſo geſchieht's auch nach einem Bergſturz, wenn Fels und

Steingebrock und geknickter Wald unten angelangt auf

der Fläche, und das Gekrach und donnernde Getoſe plötz⸗ lich ein Ende hat, die kreiſchenden Unglückskinder, die es traf, ſammt ihren Hütten zertrümmert liegen unter dem ungeheuren Grabhügel, uud die Geretteten lautlos um⸗ herſtehen, und es ihnen ſelber noch nicht wahr dünkt, daß ſie dem Gräßlichen entrannen.

Der beſiegte Adas regte ſich jetzt, richtete ſich halb auf und griff wie ein Träumer an ſeinen Kopf. Mit