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Kühle Dich ab, Du heißblütiger Gauch! ſchrie der Adas vom Felsrand dem Stürzenden nach, mitten aus dem Gedräng der boshaft lachenden Geſellen; da wurde auf Einmal durch zwei gewaltige Fäuſte der Menſchen⸗ knäuel auseinander geriſſen, und mitten unter dem Rob⸗ lerhaufen ſtand eine grauſenvolle Geſtalt, vor der Alle noch weiter zurückwichen. Selbſt Adas verſtummte.
Räubergeſindel, Meuchelmörder, Teufelsbraten ihr! kreiſchte der Mann, der wie ein Strafengel vom Him⸗ mel gefallen. Zugleich zuckte es über ſein gräßliches Antlitz, auf welches das volle Mondlicht wie zackichte Blitze fiel und ſeine weißen Zähne knirſchten, als lüſteten ſie nach Blut. Sind das Deine Heldenſtücke, Du Prahl⸗ hanſel, daß Du ſelber Zehn einem ehrlichen Oetzthaler das Garaus ſpielſt? Sind eure Hahnenſporn zu lang und prickelt das Blut, ſo ſolltet ihr hinausſtreifen aus dem Thal, euren Muth an dem Franzoſenvolk verſu⸗ chen, und dem Baier auf die Fäuſte klopfen. Aber da ſchreien die Faulpilze gleich der Krähenbrut auf dem Kirchdach, und die Mutterſöhnchen verlaſſen ſich auf ihre ſichere Thalſchlucht, in die noch kein Blaurock ſich ge⸗ wagt; laſſen ihre Brüder außen im Stich und verſuchen ihren Uebermuth an einem einzelnen ehrlichen Burſchen. Pfui, über euch Alle, ſonders über Dich, krähender Haupthahn! Nimm denn zuerſt ſdafür die Gebühr!— Und ein gewaltiger Fauſtſchlag traf des Adas Geſicht, daß er taumelte; doch im Augenblick hatte der Geſchla⸗ gene wieder feſten Fuß gewonnen, und warf ſich ohne Zögern brüllend wie ein wüthiger Stier auf den uner⸗ warteten Angreifer. Die Brüſte der Kämpfer preßten ſich an einander, die Arme wanden ſich durch einander wie die geſchwollenen Bäuche von vier giftigen Schlan⸗


