Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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Ein Kampf auf Leben und Tod zwiſchen den Luftdingen und Salamandern! O hätte ich Poufſins Pinſel und Palette zur Hand, nm dieſen nie geſehenen Anblick, den keine Phantaſie zu halten vermag, auf feſter Tafel zu feſſeln und zu verewigen!

Mich ſchauert dabei, entgegnete Jeremias mit ge⸗ dämpfter Stimme; ein ungewohntes Bangen ſchüttelt mich. Was die Natur dort bereitet, iſt unnatürlich, und muß darum etwas Grauſenvolles gebären!

Während er noch ſprach, wehete mitten durch die ſiille Luft ein ſchwüler Windhauch ſie an, deſſen Strömung ſich immer mehr verſtärkte, und zugleich ſprang das Hündlein winſelnd auf an ſeinem Herrn, ſchmiegte ſich in ſichtlicher Angſt zu ſeinen Füßen nieder und lief dann plötzlich fort, und vom Berge hinab auf ſchmalem Stein⸗ pfade zu der engen Schlucht hinunter, wo das einzige Brünnlein im Felſen ſein trübes Waſſer bewahrte. Cäſar! Cäſar! rief beſorgt Sutel dem Thierchen nach, aber Erichs Stimme zog ihn herum, denn der Maler ſtam⸗ melte von Verwunderung ergriffen: Schau hin, was dorten Reues aufzieht! Wäre eine Meeresfluth uns nahe, würde ich es für eine Waſſerhoſe halten, wie ſie mir auf der Luftfahrt nach Jschia begegnete, zum Entſetzen der feigen Bootsknechte.

Und wirklich hakte der Horizont ſi ſich merkwürdig in den wenigen Minuten umgeſtaltet. Eine rabenſchwarze ſchlichte Wolkenwand wuchs aus Südweſt herauf und verſchlang mit Gedankenſchnelle immer höher ſteigend den Azur der Luft; mitten aus ihrer Schwärze hing ein ſchneeweißer ungeheurer Wolkenkegel herab, deſſen Trichterſpitze beinahe die Erde berührte, der in raſcher, kreiſelförmiger Bewe⸗ gung ſich drehete, wie mit Flammen gefüllt ſchien, und