Teil eines Werkes 
10 (1843)
Entstehung
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beſten Ruhm daher? fragte Erich faſt höhniſch zurück. Der Kriegsmann iſt ein Narr, der, hat er die Wahl, nicht zu dem gewaltigſten Heerhaufen ſtößt und ſich den ſiegreichſten Feldherrn zum Vormann auserſieht. Warum es gilt, daran darf der Soldat nicht denken, das iſt Sache der Kaiſer und Könige; und auf welcher Seite das Recht liegt, kann nur der große Heerſührer dort über den Wolken entſcheiden, und Er wird zu rechter Zeit durch den Ausgang ſchon ſeine Meinung zu erken⸗ nen geben.

Ein ſchwefelgelber Blitz erleuchtete jetzt den ganzen Himmel, und ein furchtbarer Donnerſchlag krachte ſogleich hinterdrein, und hallte von allen Berghöhen nachrollend zurück, und erſtickte die Gegenreden, welche ſchon auf des Bildhauers Zunge geſchwebt. Die Freunde wurden mit einem Schreck aus dem Geſpräch, das ſie ſelbſt und ihr innerſtes Leben betraf, zur Aufmerkſamkeit auf die Außenwelt geriſſen, dreheten ſich beſtürzt gegen Weſten und ſtaunten den ſeltenſten Wolkenkampf an. Drei Ge⸗ witter waren langſam gegen einander gezogen, und lagen jetzt dicht aneinander, koloſſalen Kriegsſchiffen gleich, wel⸗ che in der Seeſchlacht ſich aneinander gedränkt zum ge⸗ genſeitigen Verderben. Wie in einem Weltenchaos thürmten und wälzten ſich die dunkeln Ballen übereinander und durcheinander, und verfinſterten, trotz der frühen Tagesſtunde, die Gegend über der ſie ſchwebten. Der Himmel öffnete jetzt mit Sekundenwechſel ſein Feuerreich und verſchloß es wieder in gleicher Schnelle, und ohne Ende rollten die verſchieden geſtimmten Donner durch⸗ ginander.

Mit ungeblendeten Augen ſah der kühne Erich in die

Lohe und rief entzüct: Welch eine furchtbare Schönheit!