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Erdballs, und gedachten nicht der kalten Heimath und ihres Kerkerlebens. O Mies, wir hätten nimmer zurück⸗ kehren ſollen!—
Nicht davon träumte ich gerade jetzt, mein Erich, fiel der Bildhauer kopfſchüttelnd dem Freunde in das Wort. Nein, meine Träume waren frömmer und ein⸗ facher. Ich gedachte unſerer Freundſchaft, die jenes Wunderland ebenfalls gebar, ich gedachte unſeres innigen Zuſammenlebens, das kein Verhältniß ſchied, wie hier; und theilten wir doch auch Bett und Schüſſel, Dach und Kleid, als wären Leiber und Seelen ein Zwillingsbaum, der aus einer Wurzel heraufgeſchoſſen. Weißt Du noch, wie wir uns fanden? Es war auf der Tiberbrücke an einem ſtillen Abende, wie dieſer iſt. Die Aria Cat⸗ tiva hatte mich ſchwer krank gemacht, das Fieber mich ausgedörrt, und zugleich war meine Börſe leer gewor⸗ den, da der Krieg in Deutſchland die Nachſendungen meines Wohlthäters aufhielt. Recht trüb im Gemüth lehnte ich auf das Geländer der Brücke, und die herr⸗ liche Ausſicht auf die Paläſte und Triumphbogen in der Nähe, über denen die Engelsburg wie ein Kaſtell von herrſchenden Geiſterweſen ſich erhob, auf die Villen und Haine in der Ferne, konnte die Schwermuth von meiner gedrückten, kranken Bruſt nicht fortwälzen. Ich fühlte mich allein und verlaſſen in dem großen Gewühl der Weltſtadt, und die Zukunft thürmte ſich, einem dräuen⸗ den Rieſen gleich, vor mir auf. Da trat ein Mann zu mir an das Geländer, und ein Ausfruf in deutſcher Sprache tönte mir zum überraſchten Ohr und belebte meine erſtorbenen Sinne. Ich fragte in den lieben Tönen der Heimath, und auch Dein gebräuntes, friſches Antlitz glühete in Freude, als Du den Deutſchſohn, mehr, als


