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empfing, begrüßte er nur flüchtig. Der Tag iſt ſo ſchön, antwortete er mit Beklommenheit, das böſe Wetter und die feindlichen Rotten, welche die Stadt umzogen, mach⸗ ten lang uns die Spaziergänge unmöglich. Laß uns hinaus ins Freie, hinaus über Hügel und Buſch. Der Künſtler kann ja nicht lange der lieben Natur entbehren, welche ſeine Pflegmutter geworden von früh an.—
Wackerer Einfall! entgegnete der Bildhauer. Ja, im Freien wird die Bruſt frei, und auch ich bedarf des großen Odems, der draußen wehet. Nur die Werkſtatt will ich ſchließen und mein Baret nehmen; Cäcilia⸗ Antonia wird bis da den Wirth vertreten.—
Er ging und ließ das glühende Mädchen allein mit dem befangenen Manne.
Euer Bild iſt fertig, ſprach ſie, als er ohne Rede vor ihr ſtand und ſie mit ſeltſamen Blicken betrachiete. Ihr habt meiner Harfe nicht vergeſſen indem ihr maltet, und die Harfe bedankt ſich dafür.—
Erichs Geſicht ward immer heiterer, je länger er die ſchlanken, ſo ebenmäßigen und jugendlichüppigen Formen des Mädchens betrachtete, und als jetzt das roſig ge⸗ ſchwellte Mäulchen dieſe Anrede ſprach, in der die freund⸗ lichſte Schalkhaftigkeit vorſprang, da trat er dicht zu ihr hin, ſetzte ſich auf die Faulbank zu ihr, und nahm mit Aufwallung ihre Hand.
Hat der Mies geplaudert? entgegnete er, ſeine Blicke tief in die runden, blauen Sterne des Mädchens tauchend, aus welchen ihm ein ſo wohlthätiges, ſtilles Licht ent⸗ gegenſtrahlte. Er that recht daran, denn auch Ihr müßt ja über Erichs Arbeit richten, ehe ſie vor die Welt tritt.—
Ich2 lächelte ſie zurück. Spöttelt nicht, Herr! Gälte es die Reinheit eines Garndrahts, oder den Einſchlag


