Teil eines Werkes 
9 (1843)
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mich an die fremde Welt ketteten. Ich jammere nicht mehr, ich winſele nicht; gleich dem treuen Hunde, den der Kaiſer auf dem Leichname ſeines Grenadiers fand, ſitze ich an ihrem Bette als ein bleicher, kalter Wächter, und horche auf ihre Athemzüge. Iſt dieſe Uhr abgelau⸗ fen, fällt dieſe Frühlingsroſe welk zuſammen, ſo breche ich auf, und eile zu der ärztlichen Karavane, welche den Küſtenländern zuzog, die Natur des gelben Fiebers zu erforſchen. Im Tode der Menſchheit zu nützen, der ich mich zuſchwor, ſei dann der Kranz auf dem Hügel, von welchem der freigewordene Geiſt ſich aufſchwingen wird, ihr die Liebe nachzutragen, die hier als Knoſpe vor ihrer Entfaltung zerdrückt wurde von rohen Gewalten. Die Tante Sarotte umſchleicht uns ſeit geſtern mit höh⸗ niſchem, triumphirendem Geſicht. Ein Brief kündigte den Bruder Tavier an. Seit Eulalie die Botſchaft hörte, find ihre Phantaſien ängſtlicher geworden. Eine eiſige Rieſenfauſt hält mein Herz umkrallt. Oft ſah ich dem Tode in das entſtellte Angeſicht; aber ſich ſelbſt ſterben ſehen in der Geliebten, iſt mehr als eigene Todesangſt, und liegt außer dem Menſchlichen.

10.

Der Comte de Pavot ließ mich von meinem traurig⸗ ſüßen Poſten hinabrufen in das Unterhaus. Ich fand den beſonnenen, ritterlich⸗kühnen Mann unruhig und befangen. Es wird Ernſt, Freund Doktor, ſagte er, mich trübfinnig und faſt mitleidig anſehend. Gegen das Volk und aberwitzige Schwärmerei konnte ich Euch ſchü⸗ tzen, aber in das abgeſchloſſene Reich der Familie darf der Präfekt ſich nicht drängen, an dieſer heiligen Grenze hört die Gewalt der Obrigkeit auf. Der Huſarenkapitän