Teil eines Werkes 
9 (1843)
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mir vorüberziſchten, aber der Präfekt gab mir einen Gendarmen ſeitdem zur Begleitung.

O, mit welch entſetzlicher Maske hat das Pockengift mein liebliches Mädchen bedeckt! Nur ihre melodiſche Stimme ſpricht mich an, wie ſonſt; ſelbſt die hellen, freundlichen Augen ſind verſchloſſen. Nur darüber klagt ſie, die ſanfte Dulderin. Aber ich werde Dich noch ein⸗ mal ſehen, nicht wahr, Maurice? ſagte ſie, einmal muß ich Dich noch ſehen, ehe ich ſterbe. Ich habe in⸗ brünſtig darum zu Gott gebetet, und ich weiß, mein Gebet iſt erhört, ich bin ja immer fromm geweſen, und habe Niemandem Leid gethan; warum würde mir denn die unſchuldige Bitte verſagt bleiben?

Schreckliche, quälende Sprache der innigſten Liebe! Ja, ich darf mir nicht heucheln. Sie wird dem gewal⸗ tigen Feinde erliegen. Jugend und Schönheit wird der ſchwarze Sarg aufnehmen. Und ich, ich ſelbſt bin ihr Mörder. Wo hat die Welt ein Aſyl, in dem dieſer Gedanke erliſcht!

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Eulaliens Krankheit hat den Culminationspunkt er⸗ reicht. Schlafſucht umnebelt ihren Geiſt; es iſt das weiße, kalte Leichentuch, welches der grauſame Todes⸗ engel langſam über die liebe Geſtalt hinaufzieht. Sie ſpricht in Fieberträumen, und erzählt mir von ihrer Liebe und den Hoffnungen, die in ihrer reinen Seele aufgeblüht waren. Selbſt im Schlafe läßt ſie meine Hände nicht fahren, und wie ſie darin ausſpricht, daß ſie nicht ſein kann ohne mich, ſo werde ich auch nicht laſſen von ihr und folgen, wohin ſie mich nachzieht.

Ich habe Alles abgeworfen, alle Bande zerriſſen, die