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Er iſt jung und kam in dieſer Nacht direkt von Paris. Die Herrn von dort nehmen es in Glaubensſachen nicht ſo genau, aber der junge Cavalier wird nicht ſo⸗ gleich mit Machtſprüchen gegen die alten Obrigkeiten auzuftreten wagen.—
Wie ein heller Sonnenſtrahl durchfuhr es meine Seele. Ein Chevalier der aufgeklärten Seineſtadt konnte unmöglich den Fanatismus in ſolchen groben Ausſchwei⸗ fungen gut heißen. Ich beſchwor den Wächter, zu dem Präfekt zu eilen, ihm von meinem Schickſale Kunde zu geben, und mir ein Verhör zu erbitten. Ich verhieß dem Boten hohe Belohnung, und er verſprach mir die Erfüllung meiner Bitte.
Wie ſchlich dieſer Tag; wie theilte ſich Hoffnung und Mißtrauen gegen den Abgeſandten in die Stunden! Da raſſelten die Schlöſſer, die Thür öffnete ſich, der Maire ſchritt gravitätiſch voran, ihm nach kam in voller Amts⸗ leidung der Präfekt, und ein Freudenſchrei tönte aus meiner Bruſt, kraftvoll ſprang ich auf vom Boden, vor mir ſtand mein Gönner aus der Bretagne, mein Comte de Pavot, derſelbe, welcher mich nach Ancenis gebracht und mich ſo brüderlich freigebig ausgeſteuert hatte.
Wie vleich und lang wurden die Geſichter des Maire und ſeiner Begleiter, als der hochgewachſene Herr mich in ſeine Arme ſchloß. Evler Leidensträger! Muß ich Dich ſo finden! ausrief, und dann ſeinen Unwillen in den heftigſten und härteſten Worten über ſie ergoß. Was erfolgte, iſt leicht zu errathen. In dem Wagen des Comte fuhr man mich zum Quartier des Präfekt; er ſelbſt half mich ſäubern, umkleiden und mit ſtärkender Nahrung verſehen, dann mußte ich ihm mein ſchlimmes Abenteuer erzählen, und ich that es vollſtändig und ohne


