Teil eines Werkes 
9 (1843)
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um mich, ihre ſchweren Waffen wieſen das Volk zurück, ſie riſſen mich in ihre Mitte, aber die Schmähreden des Volks umbrauſeten mich fortwährend wie das hungrige Geheul einer Tigerheerde, Steinwürfe ſauſeten mehrere Male an meinem Kopfe vorüber, und finnlos von dem Getöſe und all dieſem Schrecken kam ich im Stadthauſe an, wo man mich in einen Kerker einſchloß, wie er für Mörder und Straßenräuber nur ausgewählt werden kann. Halb ohnmächtig ſank ich auf das Strohlager; aber nicht der dumpfe, feuchte, finſtere Käfig, nicht die ſchmerzenden Wunden und Beulen, nicht die Geſellſchaft des häßlichen Ungeziefers, welches ſich mir bald raſſelnd kund that, quälte mich, Eulalie und die geſchändete Ehre theilten ſich in meinen Empfindungen, und meine Verzweiflung führte ſündige Gedanken der Selbſtvernichtung in mir herauf.

Ein heller Strahl des Morgenlichts, welcher nach der ſchrecklichſten Nacht meines Lebens durch ein hohes Gitterfenſter fiel, und die graue Wand des Gewölbes gegenüber vergoldete, goß in meine Seele Kraft, Muth und Hoffnung zurück. Kein Sperling fällt ohne ihn; kein Haar des Hauptes wird gekrümmt gegen ſeinen Willen! ſagte unſere fromme Mutter oftmals, und mir war, als ſtände ſie neben mir, und ſpräche mir ſelbſt die tröſtenden Sprüche vor. Man ſtellte mich vor das Gericht; der Maire, auch ein Schüler meines fana⸗ tiſchen Feindes, fuhr mich hart an, das Heiligſte ſollte ich geſchändet, die Kirche erbrochen haben, um die ge⸗ weiheten Kleinodien zu rauben; eine rechtgläubige Jung⸗ frau ſollte ich durch Zaubertränke und Höllenmittel verführt haben, den Glauben ihrer Väter abzuſchwören, mir ihren Leib und der Ketzerei ihre Seele hinzugeben.