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Wirth, der ehrliche Naſarde, rief mir zu: Umgekehrt, Doktor! Zur Stadt hinaus! Rettet Euch oder Iyr ſeid ein Kind des Todes.—
Zu ſpät kam die freundliche Warnung, denn trotz des blauen Reitmantels, der mich verhüllte, hatte man mich ſchon an meinem grauen Maulthier erkannt.
Da iſt er ſelbſt, der verdammte Ketzer! ſchrie es um mich. Schlagt ihn nieder, den Kirchenſchänder! Reißt ihn herunter! An die Laterne mit ihm! Auf den Scheiterhaufen! Nieder, nieder mit dem Verfluchten, der Gottes Zorn auf die fromme Stadt bringt!— Die ganze Menſchenlavine wälzte ſich jetzt auf mich heran, legte ſich wie ein zerquetſchender Berg um mich, und ich ſah mein Verderben vor Augen, denn mitten im Gewühl erkannte ich die Miſſionäre, erkannte den Frater Croi⸗ ſillon, der ein großes Kreuz hoch hielt und das Volk aufrief, den Kirchenſchänder zu zerfleiſchen. Ich verſuchte noch einmal durch die Kraft meines Maulthieres Platz zu gewinnen, aber vergebens, von zwanzig Fäuſten herab⸗ geriſſen, lag ich bald am Boden, getreten, auf⸗ und niedergezerrt, Keulenſchläge fielen wie Hagelwetter auf mich, und ich fühlte mein warmes Blut an Kopf und Geſicht und wehrender Hand. Mein getreuer Pudel warf ſich wildheulend auf meine Henker, und verſuchte den Herrn zu löſen. Das iſt die Beſtie, welche Gottes hei⸗ liges Haus entweihen half!— ſchrie der grimmige Croi⸗ ſillon, und ein wüthender Metzger ſchlug mit ſeinem breiten Beile das getreue Thier todtwund zu Boden, und ich mußte ſehen, wie es die letzten Blicke noch in Weh⸗ muth nach mir richtete, ehe es ſeinen letzten Athemzug verröchelte. Auch ich befahl meine Seele dem Herrn des Himmels, da ſtanden plötzlich Gendarmen rund


