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Eure Verlobte, um deren Huld Ihr, wie es einer frei⸗ gebornen Braunſchweigerin zukommt, ein Jahr lang als ſittiger Bräutigam zu werben habt, und ſie demnächſt ohne Rücktritt am künftigen Johannistage als Euer liebes Ehegemahl heimführen müßt, und als ſolche zu ehren und hochzuhalten verſprecht. Zu dieſem Verſprechen gebt Ihr aber im Glücksfalle zugleich das Wort, welches die Verbindung mit der Tochter eines braunſchweigiſchen Stadthauptmanns natürlich macht, für immer der Stadt Braunſchweig anzugehören als guter Sohn, und von heut an in ihrem Dienſte, ſei es im Kriege oder Frieden, Euch zu halten gegen alle ihre Feinde, welches Namens ſie ſein möchten, wie ein gebornes Braunſchweiger Kind; zugleich auch, vor jeder Annäherung an die gewonnene Braut, ihren Verwandten vorzulegen die bündigſten Do⸗ kumente Eurer ehelichen, fleckenloſen und ritterlichen Ge⸗ burt, wie auch Eures Vermögens und Eurer Güter, die Eurem Stande gemäß und einem ſorgloſen Hausſtande angemeſſen ſein müſſen. Seid ihr zufrieden vor all dieſen Zeugen mit dieſen Bedingungen im Glücksfalle?—
Ich bins! antwortete der Kirchberger raſch. Wie würde ich das Spiel verlangen, wären dieſe Bedingniſſe nicht aus meinem Herzen diktirt?—
Nun kommt aber die ſchwarze Seite, fuhr Herr Barner fort, und das höhniſche Lächeln ward ſichtbar um ſeinen angenehmen Mund. Werft Ihr den Ruſch nicht, dann iſt Euer jetziges und zukünftiges Vermögen ver⸗ fallen zur Hälfte der Jungfrau, zur Hälfte der Stadt; Ihr begebt Euch alsdann Eures Adelſtandes und aller ſeiner Privilegien; Ihr werdet ein Leibeigener der Stadt, ein Fröhner und Dienſtmann derſelben; Ihr verlaßt nie ohne Erlaub die Weichbilder und Mauern Braunſchweigs,


