Teil eines Werkes 
9 (1843)
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hoch aufgezogen, und wie plötzlich belebt durch einen willkommenen Lichtgedanken, ließ er das Ehegemahl los und ſtand mit zwei weiten Schritten kräftig auf dem Plateau, dem Jünglinge gegenüber, immer noch mit ſchnell rollenden Augenſternen den Fremdling muſternd. Ihr begehrt zu ſpielen um mein Kind? fragte er gezogen, indeß der Jüngling ihn mit ſittiger Verbeugung begrüßte. Und wer ſeid Ihr denn? Welches iſt Euer Geſchlecht und Eure Heimath, daß Ihr Euch berechtigt glaubt zu ſolchem Wagniß?

Eitel Heinrich von Kirchberg iſt mein Namen, ant⸗ wortete beſcheiden der Angeredete, untadeliger Abkunft von Vater und Mutter, begütert und frei, wie ich durch meinen Vormund zu beweiſen gedenke, wenn man mir die geſetzliche Zeit dazu anberaumt.—

Edler, hoher Geburt! Ja! Ja! ſprach Klaus Barner nach, indem er die kräftige Hand ſich auf das Herz preßte, als wenn ein tiefer Schmerz ſeine Bruſt durchzuckte. Mit einem Geſichte voll Wohlwollen ſetzte er dann ha⸗ ſtiger hinzu: Ich kannte Eure Eltern, und da wäre nicht viel zu erinnern. Aber was ſetzt Ihr ein gegen das Mädchen?

Beſtimmt das Höchſte! rief Junker Eitel erhitzt. Kann es eine Menſchenfauſt gewinnen, kann es eine Menſchenkraft vollführen, ſo bringe ich's, ſo leiſtet es mein Muth.—

Eine Weile beſann ſich Herr Barner, dann erwiderte er langſam und mit ausdrucksvollem Accente: Ihr Eitel Heinrich von Kirchberg wollt einen Glückswurf wagen um den Beſitz der Jungfrau Eva Barner. Im Falle Fortuna Euch günſtig, und ihr den Ruſch trefft, ſo wird die Jungfrau Euer eigen, wie ſich von ſelbſt verſteht als