Teil eines Werkes 
9 (1843)
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Aber Vater, es gilt ja Dein einziges Kind, unſere Eva! fiel die bangende Frau ihm in die barſche Rede. Der Rathsherr von Ingelem ſchickte den Wächter Kaelen, Dich zu ſuchen, denn die Sache drängt.—

WMein Evchen? Was iſt dem Kinde zugeſtoßen? War ſie doch unter dem Schutze der Frau von Vechelde? Wo iſt der Kaelen? Ich will ihn ſprechen! ſo ſprach der Stadthauptmann, raſch die Worte hervorſtoßend, mit ſchneller Aenderung in allen ſeinen Zügen, in denen Va⸗ terzärtlichkeit und Vaterſorgfalt plötzlich vorwalteten. Und hinter der ehrſamen Frau trat der Wachtmann her⸗ vor, ſtellte ſich in militäriſcher, ſteifer Stellung mit vorgepflanzter Hellebarde dem Herrn Barner gegenüber, und begann in monotoner Rede ſeinen Bericht.—

Seiner Geſtrengen, der Herr Rathsmann von Inge⸗ lem, ſprach die gerüſtete Maſchine im tiefſten Baſſe unter der Pickelhaube hervor, ſenden mich und laſſen vermelden,

daß ſich ein gar ſeltſamer Caſus bei dem Groel ergeben

gethan. Nachdem nämlich das Glück ſich bis Mittag den vielbelobten Frauen des Groels geneigt gezeigt, wenige den Ruſch getroffen, und mancher Jungherr ſei⸗ nen Satz bezahlt zum Ruhme der Stadt und zum Nutzen des Armenſpitals, wagte ſich dennoch ein junger, zierlich geputzter Wicht auf den Plan und zog ſein Baret ab vor dem grünen Gezelte, und begehrte ein Spiel mit den Würfeln der weißen Roſe. Und als ihm die kugend⸗ ſame Jungfrau Eva Barner verſchämt den Becher dar⸗ gereicht und die ehrenbelobte Frau von Vechelde gefragt, um welchen Preis er zu ſpielen gedächte, trat der junge Herr einen Schritt zurück, hob den Wurfbecher hoch zum Himmel, und mit ſtarren Blicken auf die genannte Jung⸗ frau rief er mit lauter Stimme: Ich ſpiele nur um das