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Sünder gehegt, oder wie der Thurm zu Babel, der einige tauſend Männerköpfe und Zungen verwirrte 2 fragte Karl zurück. Das iſt die ehr⸗ und tugendſame Tochter des tapferſten und wohlbelobteſten Mannes der Stadt, des Herrn Oberſten und Commandanten Klaus Barner, deſſen Herz den Teufel nicht fürchtet und hieße ſein Name Legio, und deſſen Fauſt in Braunſchweigs Siegesſchlachten Donnerkeile warf, wie ſie nur der Adler des Göttervaters Zeus zu tragen vermochte. Eva Bar⸗ ner ließ ſich noch nicht einſchreiben unter die Prieſterin⸗ nen zum Tempeldienſte der Venus, denn ſie wartet auf den Tod der heidniſchen Göttin, um dann ihr Reich ſelbſt und ihren Platz zu ererben.—
Eva heißt ſie? ſtammelte jener. Immer wunder⸗ barer!—
Aber ſieh, wie Dein frecher Blick die liebe Kleine erſchüttert und Zornesglut auf ihre Wangen treibt, daß ſie in ihrem weißglänzenden Atlaskleide und in der züch⸗ tig verhüllenden Spitzenkrauſe einer voll aufgeblühten Centifolie gleicht, die man auf ein unſchuldiges Wie⸗ genkiſſen oder auf die heilige Decke eines Feſtaltars ge⸗ legt war.—
Perorire nur fort, Freund, rief der Fremde da, ich muß hinauf zu ihr.—
Haſt Du den Sonnenſtich? verſetzte haſtig Karl, und Chriſtoph ſetzte raſch und ängſtlich hinzu: Du biſt unſer Gaſt, wir müſſen ſtehen für Dein ſittig Betragen; dar⸗ um ſiöre nicht die Ordnung und den feinen Gebrauch uns zur Unruhe.—
Verwundert ſah ſie der Fremdling an. Iſt denn nicht das Spiel frei für Vornehm und Gering, wie Du ſagteſt? fragte er die ihn Feſthaltenden.—


