Teil eines Werkes 
9 (1843)
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die Dame Dein Spiel annimmt, und Du wirſſt mit den Silberwürfeln gleiche Augen, einen Ruſch oder Paſch, ſo muß der Rath Dir's ſchaffen, und ſollte er ſein Rathhaus dafür verpfänden müſſen. Wirfſt Du keinen Ruſch——

Nun denn, was wird verloren? Was ſteht auf dem Spiele? fragte der Fremde mit beſonderer Haſtigkeit, in⸗ dem er ſeine Augen ſtarr zur Höhe gerichtet hielt.—

Schau, das iſt eben der böſe Knoten! antwortete der lächelnde Karl. Eben der bocksbärtige Alte dort oben hat ein Recht, ſich jedesmal in das ſüße Spiel zu mi⸗ ſchen. Ohne ihn wäre wohl mit den ſittigen Frauen⸗ bildern fertig zu werden. Er aber ſetzt gegen jeden ver⸗ langten Preis einen Gegenpreis, und wirfſt Du fehl, ſo mußt Du zahlen oder das Geſetzte anſchaffen ſofort, und die eiſernen Spießträger vor uns führen Dich ohne

Barmherzigkeit in den Thurm, bis Du eine Bürgſchaft

geſtellt oder den Preis herangeſchafft haſt, und mancher hat den Vorwitz in einem ſolchen Kämmerlein, wo ein Waſſerkrug und ein Kleienbrod die täglichen Traktamente ſind, hart abgebüßt. Aber Du hörſt kaum, und ſtarrſt wie ein Beſeſſener aus Samaria in die Luft.—

Ich hörte mit offenen Ohren! erwiderte der Fremde mit höchglühenden Wangen. Aber ſage ſchnell, wer iſt die Jungfrau links in dem grünen Gezelt, welche ſich halb hinter dem Strauße von weißen Roſen verſteckt hält, der in der ſchändlich⸗bauchigen Silbervaſe wie eine bleiche, neidiſche Stiefmutter die Reize der Kleinen der Welt zu entziehen verſucht?—„

Die da mit dem frommen Marienauge? Mit dem Flechtenthurme von blondem Haare, der mir vorkommt, wie ein Kettenmagazin des Meiſters Kopfab für arme