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In dem großen Meere des Vergnügens verloren ſich bald die jungen Freunde von einander; einige hielt eine Tafel feſt, an welcher ſie die Verwandten ſchmauſend fanden; jene lockten einige liebliche Baſen in die bunten, Wirbel des Tanzſaales; nur der ſittige, feingebildete Chriſtoph, den die Frauenwelt ſchmeichelnd und ſpottend zugleich den ſchönen Joſeph betitelte, und der ſchlank gewachſene blonde Karl, der Braunſchweigiſche Trouba⸗ dour genannt, wichen pflichtgemäß nicht von dem Gaſte, und wie ſie ihm nach und nach alle Herrlichkeiten des heimathlichen Feſtes gezeigt und zu koſten gegeben, führten ſie ihn auch zu dem höchſten und edelſten der Tempel des Vergnügens, den ſie gerade darum bis zu⸗ letzt aufgeſpart.
Als ſie ſich Raum gemacht durch das Gedränge, das in dieſer Gegend faſt nur aus feinen Leuten beſtand, und darum ſchon die Aufmerkſamkeit des jungen Fremdlings erregte, ſtanden ſie plötzlich an einem großen, grünen Hügel, welcher mit weißem Gitterwerke abgeſondert und geſchützt worden, und rundum durch ſtattliche Hellebar⸗ dierer gegen die Zudringlichen bewahrt wurde. Die beiden größten und ſtämmigſten der Stadtgardiſten wach⸗ ten mit ins Kreuz geſtellten Barden an dem Eingange des Gitterwerkes, wo eine glatte Sandſteintreppe hinauf führte auf das Plateau des Hügels. Dieſe ebene Gras⸗ ſäche aber gewährte einen Anblick, der an arabiſche Feenmährchen und Mahomeds ſieben Paradieſe erinnerte. In einem Halbzirkel ſah man oben ſechs ſeidene Zelte xrrichtet, von denen jedes in einer Farbe des Regenbo⸗ gens ſchimmerte. Guirlanden, aus den prangendſten Sommerblumen mit Geſchmack gebunden, verbanden ein Gezelt mit dem andern. In jedem Seidenhäuschen,


