Teil eines Werkes 
9 (1843)
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lichen Landsleute ſgegen jede Störung des höchſten und glänzendſten ihrer Bürgerfeſte zu ſchützen; jedoch ließ der gerechte Stadtoberſt den Wachpoſten zum Oeftern wech⸗ ſeln, damit Niemand von der Luſtbarkeit ausgeſchloſſen werde, Niemand aber auch die Waffenübung verſäume, welcher durch die Zeitumſtände mehr als je befohlen und nöthig gemacht wurde. Auch von dem nächſten Walle her deckten ungeheure, weitreichende Feldſchlangen, von ſcharfaugigen Arkebuſierern bedient, den grünen Platz, wenn gleich ihre Verheerung dräuenden Drachenmäuler im grellen Contraſte ſtanden mit dem leichtfertigen Ge⸗ tümmel und den fröhlichen Geſichtern unter ihrem Be⸗ reiche und Schutze.

Der große Wieſenraum, auf der einen Grenze von dem Waſſer der Oker beſpült, faßte kaum die Gäſte, die aus Stadt und Dorf, ja ſelbſt aus fernen Städten und Ortſchaften ſich zur Theilnahme an dem Feſte des Roſenmonates herzugedrängt hatten, und fehlte doch auch nichts, was für jeden Stand das Anlockendſte und Be⸗ friedigendſte hätte ſein können.

Am fernſten Ende der Maſch ſah man die Scheiben⸗ berge errichtet, und vor ihnen ſchimmerte das weiße Scheibenpaar, deſſen Centrum die Geſtalt eines Herzens trug, gleichſam die Schützen an das ſchauerliche Ziel zu gewöhnen, das ſie durch die Lage der Stadt gegen ihre Feinde ſich zu ſetzen gezwungen wurden. Vor dem al⸗ tersgrauen, hochgegiebelten Schützenhauſe ſah man die rüſtigen Schützen, das Baret geziert mit der grünen Schleife und dem grünen Eichlaube, das ſchwere Gewehr in der Hand, ſich drängen um die Schießſtände, auf deren Dächern die Fahnen der Stadt ſtolz im Winde ſlatterten. Die bärtigen Stadthauptleute ſaßen in einer