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auch ſie durch das Räthſel der Zeit ſtutzig wurden und der Ausgang, mochte der Sieg fallen, für wen er wollte, ihr Glück befährden konnte. Alle Städte der mächtigen Hanſe ſchliffen ihre Hellebarden und Pallaſche und putzten die gewaltigen Karthaunen und Feldſchlangen, und auch die Bürger Braunſchweigs ſäumten nicht, dem Verlangen des hannoverſchen Herzogs zu genügen und für ihn ein Hülfsheer vollzählig zu machen. Doch ging ihr ueber⸗ muth und leichter Sinn ſo weit, daß ſie Gefahr und Tod, die ihnen ſo nahe traten, verachteten; daß ſie das nahe Wolfenbüttel, den Vulkan, von dem ſie der furcht⸗ barſte Ausbruch bedräuete, und deſſen verheerungkün⸗ dendes Murren zu ihnen herklang, nicht ſcheuten; daß ſie ſelbſt in den Luſtbarkeiten und Prunkfeſten ihrer ſtädti⸗ ſchen Sitte ſich nicht ſtören ließen, daß ſie in den Waffen ihre Tanzgelage feierten, und von den wohlbeſetzten Wällen ihren Jubel zur Herzogsſtadt hinüberriefen, in⸗ dem das eine Auge mit dem vollen Becher in der linken Hand liebängelte, das andere wachſam das Feld be⸗ wachte, indeß die Rechte in ſtolzer Sicherheit mit dem Schwerte ſpielte.
Es war am Johannistage des Jahres 1553, als das gewöhnliche Schützenfeſt der Stadt Braunſchweig mit ungewöhnlicher Pracht begangen wurde. Auf der Maſch vor dem Petrithore hatte ſich Alles verſammelt, was von den Einwohnern der Stadt beweglich war; alles Schöne, Junge und Lebensluſtige ſah man draußen; nur die Kranken und Altersſchwachen blieben daheim, und eine Compagnie der Bürgerſchaft hielt die Werke des Egidienthores nach Wolfenbüttel zu beſetzt, um ihre fröh⸗


