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den Wiſſenſchaften huldigend, die neue Lehre als die rei⸗ nere erkannt hatte, wurde benutzt, die Herzloſigkeit Hein⸗ richs der Welt zu bezeugen.
So von allen Seiten und in ſeiner tiefſten Seele angegriffen und verwundet, ſah der Herzog ſich zuletzt rathlos, da er ſelbſt früherhin, durch jugendliche Hef⸗ tigkeit verführt, mancher Stütze ſich beraubt hatte, die ihm jetzt nöthig geweſen wäre. Zwar hatte er in der Fehde mit dem Biſchof von Hildesheim ſein Land mit manchem reichen Schloſſe und mancher feſten Burg ver⸗ größert, aber ſtatt die Beſitzer für ſich zu gewinnen, waren die meiſten aus ihren Lehngütern vertrieben wor⸗ den. Die tapfern Familien derer von Alten, der Reden und Schwichelt beſchuldigten ihn in ihrer getäuſchten Hoffnung der Wortbrüchigkeit, und zogen hinüber in die Grenzlande ſeiner duldſamern Vettern; die Rauſchen⸗ platts, Rutenbergs und Damms ſchloſſen ſich den rebel⸗ liſchen Städten an; der Name des alten Meiſebucks vom Hundsrück, der von dem Herzoge aus dem Lande gejagt, mit Meuchlern verfolgt worden, und ſich in die Freiſtatt eines Kloſters gerettet haben ſollte, blieb das
Feldgeſchrei des Haſſes und Aufruhres unter der Ritter⸗ S ſchaft, und einer der Tapferſten des Adels, Klaus Bat ner von Steinbrück, hatte ſich, von Heinrichs Rachluſt
verfolgt und ſeiner Erbgüter beraubt, aller ſeiner ritter⸗ lichen Vorrechte entäußert, war ein Braunſchweiger Bürger worden, hatte durch die Heirath einer ehrſamen Braunſchweigerin den Bund mit der Stadt unauflöslich gemacht, ſtand ſeit Jahren ſchon als Oberſter und Feld⸗ hauptmann der Stadt an der Spitze ihrer geübten
Schützen und trefflichen Reiter, und ſprach bei jeder
Gelegenheit laut den Schwur aus, mit dem er einſt ſich


