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der herrlichen Ahnen, durch den Traum des unbezähm⸗ baren Ehrgeizes, in dieſer Zeit, wo durch den Religions⸗ krieg ſo mancher Fürſt Land und Krone verlor, die alte Größe des Guelfenſtammes leicht wieder aufrichten, das weite Erbe Heinrich Leo's wieder gewinnen, ja ſelbſt die Krone des römiſchen Reiches auf eines Braunſchweigers Haupt wieder ſetzen zu können. Von beiden Seiten ge⸗ ſchah Alles, was eine bis zur Unverſöhnlichkeit aufge⸗ ſchoſſene Zwietracht ſich erlaubt. Des Herzogs Ritter und Vögte fielen in die Dorfſchaften, Meiereien, Vor⸗ werke und Holzungen, welche den Städtern Zehörten, und plünderten und vernichteten, wo ſie erſchienen; mit Gleichem vergalten die Bürger den Angriff, und die herzoglichen Schlöſſer, die beſchirmten Klöſter wurden verwüſtet durch die Ueberfälle ſtädtiſcher Wappner; ja bei ſolchem Frevel blieben ſelbſt die Familiengrüfte der Landesherren nicht verſchont, und an die Särge ihrer Ahnen legte der Uebermuth die kirchenräuberiſche Fauſt. Zu größern Thaten rüſteten ſich beide Parteien nach die⸗ ſen Vorgefechten; die katholiſcheu Fürſten brachten große Heerhaufen zuſammen; wackere Bundesgenoſſen unter⸗ ſtützten die Städte; der Sieg, bald dieſem, bald jenem Heere lächelnd, gab nur unvollkommene Entſcheidung, und jeder neue Feldzug wurde mit geſteigerter Gehäſſig⸗ keit begonnen.
Herzog Heinrich der Jüngere vereinigte von den Tu⸗ genden, von den Fehlern ſeiner Ahnen, gar viele in ſich. Er war noch ſtrenger und eigenwilliger als ſein Vater, den ſeine Zeit den Quaden oder Böſen nannte; das unruhige Gemüth, die Raſtloſigkeit des Fridericus Tur⸗ bulentus trieb auch ihn zu Manchem, was er ſpäter gern ungeſchehen gemacht hätte; kriegeriſch und ruhm⸗


