Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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licher Traurigkeit des Vaters wie des Armeniers, doch verdrängte die Sorge des nächſten Augenblicks alles Sinnen und Grämen, denn wie die Mädchen und der preßhafte Ritter weiter kommen wollten am Abende, darüber blieb der Rath theuer und wenig vom Zufalle zu hoffen.

Mit ihnen war das Schickſal; als der Tag gerade zum Sinken ging, zog eine kleine arabiſche Familie heran, zu lagern am wohlbekannten Quell; ſie führte Thiere mit ſich, und die Flüchtlinge erhandelten aus des Grie⸗ chenritters Säckel von ihnen einen rüſtigen Dromedar, auch neue Lebensmittel, und ſo konnte, indem ſie wech⸗ ſelnd das Thier beſtiegen, im langſamen Zuge ihre nächt⸗ liche Wallfahrt fortgeſetzt werden.

Will man der Zeit voreilen in vertraulicher Verbin⸗ bindung und freundlichem Anſchluß der Gemüther, ſo muß man eine Fußreiſe beſchwerlicher Art zuſammeu vollenden. Die Laſten und mancherlei Verdrießlichkeiten knüpfen eben ſo viele Herzensknoten; der Menſch in der Fremde enthüllt alle ſeine Talente und Kräfte ſchneller dem Genoſſen ſeiner Fahrt; das enge Nachtquartier macht Scheu und Ziererei verſchwinden, und bald iſt der zu⸗ ſammengeflogene Trupp Zugvögel eine engverbundene Familie. Dreierlei Vaterland, drei Religionen verknüpften ſich durch unſere Pilgrimme; doch aller Groll, alle Ver⸗ ſchiedenheit früherer Verhältniſſe vermiſchte ſich ſchon in den erſten Tagreiſen, und wie zwei Geſchwiſterzwillings⸗ paare zogen ſie in wechſelſeitiger Theilnahme und zarter Aufmerkſamkeit durch abwechſelnde Sandfelder, Gebirgs⸗ theile und Fruchtfelder Syriens. Gefällige Schifferleute fanden ſie am Euphrat, und überfuhren den Strom auf einer Fähre unten bei Thapſakus.