Wehrgehänge ſteckt, aber auslöſen, wie es dem Bürger
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der mir ſchützen wird mein höchſtes Gut? Bringt ihn, Luzia, daß ich ihn bitte, beſchwöre, daß ich ihm danken kann voraus!—
Graf Leuenrode trat aus dem Fenſterbogen zwiſchen die Redenden. Betäubt und wirklich tief erſchüttert war
Ritter Heinrich, als der hohe Mann freundlich vor ihn
hintrat in der ſchweren Minute, den Arm in weißer Binde, die große Stirn mit einem leichten Tuche um⸗ wunden, unter dem das reiche, helle Haar ſich hervor⸗ drängte, und wie ein Heiligenſchein die Züge voll Huld und Mitleid umgab.
Ihr ſeid mein Henker geweſen, Ritter Wenden, und der Trauermann hinter meinem Sarge, welcher auf der Gruft mir meinen jungen, blanken Ritterſchild morſch entzweibrach. Ich bin ein Todter durch Euch; doch will. ich meinen Handſchuh auslöſen, der noch in Eurem
einer beſſern Welt, einer Welt der Verſöhnung gebührt. Iſt der linke Arm auch gebunden, der Arm des Angriffs iſt rüſtig wie ſonſt, und wollet Ihr mir ſonſt Euer Lieb⸗ chen vertrauen, ſo denke ich's mit Gott ſicher zu geleiten nach Jeruſalem, wo Ihr am Hofe der Königin Meliſende die Emirstochter wieder finden könnt, ſobald Ihr Heim⸗ kehr findet aus dem nächſten Mordkampfe.—
Ihr ſeid ein böſer Feind, Leuenrode! entgegnete Heinrich düſter. In der vergebenden Umarmung ſtoßt Ihr mit griechiſchem Giftdolche durch jede klaffende Fuge des Bruſtpanzers. Die feurigen Kohlen Eurer Vergel⸗ tung brennen auf meinem Haupte. Doch, welche Ab⸗ bitte und Auflöſung könnte größer ſein, als die ich Euch gebe, wenn ich den Abgott meiner Sinne, den Diamant aus meiner Lebenskrone, dieſes Götterweib Eurer Obhut


