Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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beſchirmt, ohne Schwüre in beiden Gemüthern wurzelte wie Eichentrieb!—— Wären Graf Hermanns Tage⸗ blätter auf uns gekommen, wir würden leicht allen Singſang deutſcher Minneſänger, engliſcher Minſtrels und franzöſiſcher Troubadours matt gefunden haben gegen die Ausbrüche ſeiner Empfindung aus dieſer Zeit. Er liebte zuerſt und liebte recht, und liebte glücklich. Nur der, dem ſolche Jubeltage, unverhofft, ſei es früher oder ſpäter, wenn nur vor dem Herbſtalter, in ſein alltäglich Leben ſchritten, kann in wollüſtigſter Erinnerung ſolche Seligkeit in ihre Atome und Momente zerlegen; und bedauernswerth iſt der Arme, der aus der Schickſalsurne nimmer ſolch goldenes Loos gezogen; er hat die ſtarre, große Lebenspyramide nur von außen beſchauet wie ein Frohnarbeiter, nie ihren innern Gehalt, ihre Prieſter⸗ weihen, ihre heiligen Freudenfeſte geahnet.

Der Vater Eljakim ſah anfangs verwundert auf das beſonders ſchnell geſchloſſene Bündniß, doch als Ver⸗ trauter der Natur frei von jedem Vorurtheile, überließ er dem Meiſter der Seelen, dem Edelmuthe des Ritters, wie der Großherzigkeit ſeiner Tochter den Ausgang. Ein unendlicher Schatz des Genuſſes öffnete ſich dem deutſchen Heldenkinde. Was ſorgſame, feine Bildung, vrientaliſche Literatur, ſchwärmeriſche Religion, ſittiger Mädchenſinn und der hellſte Verſtand zugleich in den Umgang zarter Liebe Herrliches und Glänzendes weben kann, verwob Luzia in ſeine Geneſungsſtunden, und bald hatte er Vaterland, Ritterſchild, ſein Höchſtes ſogar, den Schlach⸗ tenruhm vergeſſen, und von einem Lancelot und Mara⸗ viglia war nichts mehr an ihm zu erkennen, als die treue Kindlichkeit, mit welcher er auf dem Tabouret zu den Füßen ſeiner Dame ſaß, und an den Zauberworten