Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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hin, und hat den großen Knochenfuß vom ſchwarzen Ge⸗ ſtelle yerabgeſtreckt, als wolle es eben jetzt herabſteigen von ſeinem Platze. Gehet ſelbſt hinauf! Ich kann nicht wieder da hinein, ſo traf's mich!— Sie ſetzte ſich er⸗ ſchöpft zu Hermanns Füßen hin, in deſſen Phantaſie alle Schauder von dieſer Nacht erwachten, und der mit ern⸗ ſtem Staunen die Gemälde und Worte eines finſtern Traumes in die Wirklichkeit treten ſah mit wunderſamem Geſpenſterſchritt. Bald kam der Vater zurück mit Bin⸗ den und Büchſen.— Du biſt ein Närrchen, Luzia! ſprach er lächelnd. Es ſieht zwar recht verſtört im Stüb⸗ chen aus, und das Erdbeben von dieſer Nacht muß hier recht ſtark geſtoßen und gerüttelt haben; doch Schädel und Skelett ſind ja bald wieder an Ort und Stelle ge⸗ ſetzt, und ſollten mein geſcheites Mädchen ſo nicht ſchrecken.

Nur um meine ſchönen Eſſenzen und die Kryſtallphiolen

iſt es Schade!—

Erdbeben von dieſer Nacht? fragte das Mädchen. O, wie muß ich geſchlafen haben; und meine Seele war voch bis Mitternacht ſo wach und kräftig.— Ein Blick auf den Ritter gab auch dieſen Worten die lieblichſte Deutung. Doch in der finſteren Tiefe ſeines Gemüths drängten ſich Geſtaltungen des Geiſterreichs, und er murmelte leiſe vor ſich hin: Zauberſchlaf mag Dich wohl gebunden haben, Du reine und freundliche Un⸗ ſchuld!—

Der Verband war gelegt, Alles beſſer befunden, als zu erwarten geweſen, und der treue Arzt ging jetzt, an⸗ dern Verwundeten in der Stadt gleichfalls durch ſeinen herrlichen Kunſtſchatz und ſeine hippokratiſche Wiſſenſchaft Hülfe und Hoffnung zu bringen; das Mädchen blieb allein mit dem jungen Reitersmann. Beide waren

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