Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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Arme um die Schultern des Liegenden und betete: Der Herr iſt groß zu Zion und hoch über alle Völker! Lobet den Herrn mit Harfen und Pſalmen, denn er thut Wun⸗ der; er ſieget mit ſeiner Rechten und mit ſeinem heili⸗ gen Arm! Gott Iſraels und der Väter Gott! Nimm nun Leben und Gut dahin; deine Gnade hat erfüllt den beſten Wunſch; ſie hat abbezahlt die größte Schuld dei⸗ nes Knechts!—

Hermann wollte reden, aber Eljakim preßte, ihm die Hand auf den Mund. Ruhe vorjetzt, mein braver Herr und Gaſt! gebot er ſtrenge. Vorerſt wollen wir die Hand beſehen, und darum den Verband löſen. Vormund und Vater muß ich Euch bleiben auf eine Zeitlang, ſo vornehmes Blutes Ihr auch ſein möget, und darum for⸗ dere ich Geborſam.— Bei dem Worte: Vater! funkelte ein Blitz aus des Grafen Auge zu dem Mädchen hin⸗ über, welches, da der Vater betete, auch die flachen Hände weit ausgebreitet erhoben hatte gegen das Gold⸗ licht der Sonne, und deren Blick jetzt, ſeiner Augenbot⸗ ſchaft begegnend, ſchämig zu Boden ſank.

Auf des Vaters Gebot beſtieg die Jungfrau nun die Wendelſtiege, aus dem Nebengemach neuen Balſam zu holen, doch ſchnell kam ſie wieder zurück, und taumelte bleich die kurzen Stiegen herab.

Gehet ſelbſt hinauf in das Laboratorium! Vater! ſtammelte ſie. Denn darinnen ſieht's gar wunderbar aus, und gar zu fürchterlich. Zerbrochene Flaſchen bedecken den Fußteppich, und Schädel und Knochen ſind herabge⸗ rollt von den Schränken und Bücherbrettern, und liegen hingeſtreut, wie auf einer Schlachtſtätte; und des lan⸗ gen Griechenritters Skelet hat die Eiſenſtange des Fuß⸗ geſtelles zerbrochen, lehnet über Eurem hohen Armſeſſel