Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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ſchwerfällig und klappernd, wie ſie gekommen, die Wen⸗ delſteige wieder hinauf, wo die enge Thüre von ſelbſt ſich öffnete und hinter ihr zufiel. Wieder, wie vorhin, ſchwankte der Boden und das Bett, die Fenſter klirrten, und fern rollte es wie Wetterſturm.

Ein heißer Schweiß bedeckte des Grafen Haut. Zu⸗ ckende Schauder durchliefen ſeine Gebeine; er wußte nicht, ob er träumte, ob er wachend dalag; doch ſeine Starrſucht ſchien plötzlich gelöſet worden, er konnte den Kopf zur Seite wenden, und die lange Rede des Ge⸗ ſpenſtes ſich wieder vorſagend, ſank er nach und nach, nicht wieder in vorige Sinnloſigkeit, ſondern in einen ſanften Schlummer, der wohlthätig ſeine Augen zudrückte.

Das Morgenlicht fiel durch die gemalten Scheiben der kleinen Fenſter ſchon an ſeinem Lager vorüber, als Hermann erwachte. Was war ſein erſtes Erblicken, als das ſeitwärts geſunkene Haupt die Augendecken erhob? — Erinnerung an die Nacht weckte in ihm den Glauben an Wunder, und an ſeinen Tod, und an ſeinen Eingang in das Räthſelland der Ewigkeit.—

Auf einer Ottomane, ihm gegenüber, ſchlummerte ein weibliches Weſen. O, all ſeine jugendlichen Phan⸗ taſien, gefüllt mit den herrlich hohen Frauengeſtalten des vaterländiſchen Abendlandes, wie auch mit den üppigſten weiblichen Blumengebilden des Orients, hätten im reich⸗ ſten Traumbilde einſamer Nächte aus den Reizen Aller kein ſolches Feenweib zuſammengeſchmolzen! Es war eine Geſtalt, von welcher der trunkene Blick, der ſie einmal gefunden, nicht zu fliehen vermochte, ohne daß die Seele, der Hut einer betäubten Vernunft entflohen, auf immer zurückgeblieben wäre bei ihr!—