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Du biſt das glückliche Ende eines Schickſals.— Heil und Unheil werden Dich treffen an demſelben Tage, aber die Schale des Heils wird finken, und was mir verſaget ward mitten im Laufe des Muthes, das wirſt Du finden. Du darfſt wandeln an der Stätte, wo der Herr ging; das Thal ſeiner Leiden wird Dein Paradies werden, wenn Du im Gedächtniß behälſt, was ich anjetzo fordere von Dir! wenn Du durch ſeine Erfüllung meinem irren Geiſte zu ewiger Ruhe verhilfſt. Höre, Du junges Hel⸗ denblut!— Keine Tagereiſe von hier iſt der Ort meines mitternächtigen Wandelns. Eine Felſenhöhle birgt da den Schakal und die Otter. Drei hohe Zedern ſtrecken am Eingange ihre ſtolzen Wipfel hoch über der Erdenflur dem Himmel zu. Unter ihnen mordete eine Beduinenhorde mein gottgeweihetes Leben; doch ihren drohenden Anfall vorausſehend, barg ich zuvor mein Gut und mir anver⸗ trauete heilige Schätze, von der Kaiſerſtadt nach Jeru⸗ ſalem beſtimmt, tief in der Schlucht unter einem Haufen zuſammengerollten Geſteines. Ziehe hin, ſobald Dein Schickſal es zuläßt, und hebe das Unſchätzbare! Es wird Dein Lebensloos dadurch ein herrlich Loos werden, und die ewigen Mächte werden Dir für meines Geiſtes Er⸗ löſung die Jahre zulegen, welche mir beſtimmt der Araber Pfeile ſtahlen. Höre mich, junges Heldenblut! Du wirſt Dein Schwert zerbrechen, und die Schaufel des Land⸗ mannes eintauſchen dafür! Du wirſt Dein Wappenſchild geben für einen weißen Gärtnerſchurz! Aber glücklich wirſt Du werden, wie irgend ein Abendländer, den Ruhmgier oder Habſucht über die Meere trieb.—
Der weite Mund verſchloß ſich; düſter flackerten die Augen, wie betrübt, noch einmal zu dem Kranken hin⸗ über, dann drehte ſich die Knochengeſtalt, und ſchritt


