Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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vom Vater ſprach, fuhr Hermann athemlos auf, und warf den Handſchuh auf den Boden, das fordert Dein Blut!—

Wie's beliebt! entgegnete Heinrich kalt und hob den Handſchuh. Ihr ſeid gewarnet, Meiſter Robert, und kennt Eure Pflicht. So verließ er ſtolz das Gemach.—

Der Meiſter näherte ſich mitleidig dem jungen zer⸗ knirſchten Manne. Iſt es ſo, mein lieber Kriegesheld? fragte er ſanft und freundlich.—

Ich weiß es nicht, Herr! So Gott mir huldreich ſein mag, ich weiß es nicht. Ein Geheimniß liegt auf der Stunde meiner Geburt, doch alſo habe ich's nie vermu⸗ thet, auch nie alſo vom ehrwürdigen Vater geglaubt!—

Tröſte Dich, und forſche darob! entgegnete milde Robertus. Horch! Die Felddrommeten rufen in den Straßen, die Schritte der Panzermänner raſſeln auf dem Pflaſter. Graf Joscelin will die Burg erſtürmen, ehe noch der Mittag kommt. Geh' an Deinen Poſten! Ich habe Dein Herz ſchon früher erkannt. Du biſt ein Geweihter, wenn auch das rothe Kreuz Dir nicht am Mantel glänzen wird, und es winkt Dir eine höhere Beſtimmung vielleicht, durch mich vielleicht. Wir ſehen uns wieder!— Er küßte den tiefgebeugten Jüngling auf die gramgefurchte Stirn.—

Ja, ich gehe zum Todesplatze! rief Hermann mit der Stimme des Verzweifelnden. Iſt meine Ehre mit unlöſchbarem Makel beſchmutzt, ſo mag der erſte Speer⸗ wurf mich treffen am Thore der Burg, und mit Blut den Flecken auswaſchen. Ohne Ehre iſt das Leben ein Narrenhaus voll Kinder und Thoren.—

Ohne die rechte Ehre! antwortete der Alte mit einer Thräne. Doch dieſe wohnet in des Mannes Bruſt, nicht

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